Sie sind hier:

Sonstige

Dialog der Kulturen an der Hochschule für Künste

30.10.2007

Im Rahmen des Projekts „Beyond-Identity“ begegnen Studierende der HfK Kommilitonen in Kairo



„Als Hochschullehrerin träume ich von grenzüberschreitender, wegbereitender und konfliktlösender Kommunikation durch gemeinsame Erfahrungen“, sagt Professorin Andrea Rauschenbusch, Konrektorin und Hochschullehrerin im Studiengang Kunst und Design an der Hochschule für Künste Bremen. Dafür dass es nicht beim Traum bleibt, sondern Bremer Studierende der HfK tatsächlich die Chance zu einem intensiven Dialog mit Studierenden aus anderen Kulturkreisen bekommen, hat Rauschenbusch gemeinsam mit ihrem HfK-Kollegen Professor Fritz Vehring lange gearbeitet und geplant. So wurde ein Kooperationsvertrag mit der Helwan University Kairo geschlossen, die Internet-Plattform www.beyond–identity begründet und an der HfK ein Sprach-Intensivkurs Arabisch organisiert.


Am 2. November geht es jetzt los: 13 Studierende besuchen für drei Wochen ihre ägyptischen Kommilitonen an den Fakultäten „Art Education“ und Applied Arts“ in Kairo. In intensiven gemeinsamen Workshops, durch Vorträge, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Gestaltungsprojekte wollen die Studierenden in Respekt vor ihren je unterschiedlichen kulturellen, religiösen und historischen Wurzeln Möglichkeiten der Verständigung und künstlerisch-gestalterischer Zusammenarbeit ausloten und entwickeln. „Ich hoffe wir erkennen und lernen, Unterschiede zu verstehen und zu lieben, ohne sie wegzufegen im globalen Sauberkeitsfimmel“, beschreibt Andrea Rauschenbusch das Ziel des von ihr initiierten europäisch-islamischen Dialogs zwischen HfK-Bremen und der Universität Kairo.


Die Reise der Bremerinnen und Bremer nach Kairo wird nicht die einzige Begegnung bleiben. Ein Gegenbesuch der ägyptischen Studierenden in Bremen ist fest ins Auge gefasst. Auf der gemeinsamen Internetplattform sowie in einer Wanderausstellung sollen die gemeinsamen künstlerischen Ergebnisse im nächsten Jahr einer breiten Öffentlichkeit multimedial präsentiert werden, ein wissenschaftliches Symposium wird die Erfahrungen des Dialogs vertiefen.