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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Hochwasserschutzplan Wümme fertig gestellt

30.08.2007

Der Hochwasserschutzplan Wümme ist fertig gestellt und wurde heute (30.08.07) in Hellwege der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Plan wurde vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz im Auftrag der Länder Niedersachsen und Bremen erarbeitet. Er stellt die Auswirkungen von Hochwasser an Wümme und Lesum dar, zeigt Problembereiche auf und schlägt Lösungen vor, um Hochwasserstände und Schadensrisiken zu minimieren.

Hauptbestandteil des Hochwasserschutzplanes Wümme sind hydraulische Modellberechnungen der Universität Hannover, die insbesondere für ein Extremhochwasser durchgeführt wurden, das statistisch einmal in 100 Jahren (ähnlich dem Wümmehochwasser im Juli 2002) zu erwarten ist. Um einen Vergleich zu erhalten, wurde aber auch für ein kleineres - 5 jähriges - Ereignis gerechnet. Die dabei überschwemmten Flächen wurden in Lageplänen dargestellt. Die Berechnung der maßgeblichen Wasserstände liefern wichtige Hinweise zu der Frage, ob die vorhandenen Deichhöhen noch ausreichend sind. Für die Lesum und Wümme im Bereich des Landes Bremen trifft das ohne Einschränkungen zu.

Als weiterer Schwerpunkt wurden verschiedene Maßnahmen zur Rückhaltung des Hochwassers in den flussaufwärts gelegenen niedersächsischen Gebieten untersucht. Darüber hinaus werden im Hochwasserschutzplan auch die Flächen dargestellt, die bei einem Versagen der Landesschutzdeiche an Lesum oder Wümme maximal unter Wasser gehen könnten.

Dr. Reinhard Loske, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa in Bremen: „Letztlich erfüllt der Plan damit auch die Forderungen des Bundesgesetzgebers in Bezug auf einen vorsorgenden Hochwasserschutz, da trotz aller vorbeugenden Maßnahmen ein Versagen eines Deichteilstückes nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden kann. Der vorliegende Hochwasserschutzplan Wümme verdeutlicht uns, dass wir in Bremen nicht nur Vorsorge gegen Sturmfluten zu leisten haben sondern uns auch gegen Hochwasserereignisse schützen müssen, die durch starke Niederschläge im Einzugsbereich der in Bremen durchfließenden Gewässer entstehen.“