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Sonstige

Übergänge gestalten - Eine Veranstaltungsreihe zum lebensbegleitenden Lernen

06.02.2006

Welche beruflichen Perspektiven bietet sich Jugendlichen ohne Schulabschluss? Wie können sie motiviert werden, ihr Leben in die Hand zu nehmen? Und wie finden sich die vielen Menschen bei uns zurecht, die aus anderen Kulturen kommen? Jeder Mensch steht im Laufe seines Lebens immer wieder vor der Herausforderung, Veränderungen meistern zu müssen. Welche Möglichkeiten es gibt, den neuen Lebensumständen zu begegnen, zeigt das LernNetzwerk Bremen in der Veranstaltungsreihe „Übergänge gestalten“.


Dabei geht es in den einzelnen Veranstaltungen um ganz unterschiedliches Lernen in Übergangssituationen. Neun Veranstaltungen in Bremen und Bremerhaven widmen sich zwischen Februar und Juni 2006 dem Lernen in persönlichen und beruflichen Entwicklungsphasen. Denn Lernen endet nicht mit der Schulzeit oder dem Abschluss der Ausbildung. Die Notwendigkeit, sich mit Neuem auseinanderzusetzen entsteht immer, wenn eine Lebensabschnitt beginnt oder es nicht einfach so weiter läuft wie bisher. Aber auch die Konfrontation mit anderen Kulturen stellt das Gewohnte und Bekannte in Frage.


Motivation ist bei der Bereitschaft, etwas zu verändern und Neues zu versuchen, eine wichtige Triebfeder. „Als Motor für Veränderungen ist Motivation unbedingt notwendig, ohne die geht es nicht. Man muss schauen, wie sie bei dem Einzelnen gelagert ist“, sagt Petra Spoden, erfahrene Trainerin für Motivationsförderung. Wichtig ist ihrer Auffassung nach auch, dass Ziele angesteuert werden, die realistisch zu erreichen sind.


Die Arbeit zu verlieren, wird von Menschen als schwere Krise erlebt. Der Amerikaner John Webb hält nichts von der Arbeitssuche über Anzeigen und das Warten auf eine frei werdende Stelle. Er führt Seminare durch, in denen Menschen lernen, sich einen passenden Job selbst zu suchen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der Arbeitsmarkt oder die Anforderungen des Arbeitgebers, sondern der Arbeitssuchende mit den eigenen Fähigkeiten und Neigungen. Wer so an die Arbeitssuche herangehe, finde nicht nur irgendeinen Job, meint Webb: „Sie können sogar eine Arbeit finden, die ihnen Spaß macht!“ Seine Methode „Life/Work Planning“ stellt der Trainer in einem Vortrag und einem eintägigen Workshop vor.


Wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen miteinander zu tun haben, kann es schnell zu Missverständnissen kommen. Wollen sie in Zeiten internationalen Austausches miteinander zurecht kommen, müssen sie sich verstehen lernen. Asmus Nitschke und Martin Schmidt vom Netzwerk Interkulturelle Kompetenz sind Experten für Interkulturelles Lernen. Sie wissen, dass es erst einmal anstrengend sein kann, Missverständnisse und unterschiedliche Auffassungen aufzudecken. Auf der Veranstaltung „Ich versteh’ die nicht... - Wie interkulturelles Lernen gelingen kann“ demonstrieren sie ganz praktisch, wie man eine neue Sicht auf kulturelle Vielfalt gewinnen kann.

Näheres zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie unter

www.lernnetzwerk-bremen.de