Sie sind hier:
  • Mit der Box zum Welthafen - 50 Jahre Containerumschlag in Bremen und in Deutschland

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Mit der Box zum Welthafen - 50 Jahre Containerumschlag in Bremen und in Deutschland

04.05.2016
Im Jahr 1966 wird erstmals ein Container auf deutschen Boden gelöscht. Er stammt von dem US-Frachter „Fairland“ der Reederei Sea-Land und wird mit einem Bordkran im Bremer Überseehafen an Land gesetzt. Foto: bremenports, jpg, 52.6 KB
Im Jahr 1966 wird erstmals ein Container auf deutschen Boden gelöscht. Er stammt von dem US-Frachter „Fairland“ der Reederei Sea-Land und wird mit einem Bordkran im Bremer Überseehafen an Land gesetzt. Foto: bremenports

Am 5. Mai 1966 lief MS "Fairland" den Bremer Überseehafen an und brachte die ersten Container nach Deutschland. Dem genormten Transportbehälter wurde damals keine große Zukunft vorausgesagt. Und 50 Jahre später? 2015 wurden in Bremerhaven 5,5 Millionen Container umgeschlagen. "Die Entscheidung des Senats, den Hafen zu einem Zentrum der internationalen Containerlogistik zu machen, war ebenso mutig wie konsequent", sagte Martin Günthner, Bremens Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

"Obwohl es anfangs viele Kritiker gab, erkannten Hafenwirtschaft und Landespolitik das Potenzial des Containerverkehrs frühzeitig", sagte Günthner. "Mit dem kontinuierlichen Ausbau der Bremerhavener Containerkaje auf fast 5.000 Meter Länge wurde die Grundlage für den dauerhaften Erfolg eines Hafens gelegt, der zu einem der größten in Europa wurde."

Aktion auf dem Bremer Domshof erinnert an 50 Jahre Containerumschlag. Foto: Senatspressestelle, jpg, 49.2 KB
Aktion auf dem Bremer Domshof erinnert an 50 Jahre Containerumschlag. Foto: Senatspressestelle

Der Senat stehe ohne Wenn und Aber zum Hafen und werde dessen Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken, so Günthner. Als Beispiel nannte er den Ausbau der Hafeneisenbahnanlagen. In diesem Jahrzehnt investiert die Freie Hansestadt Bremen am Standort Bremerhaven etwa 40 Millionen Euro in neue Gleise und Technik, um den Auto- und Containerhafen Bremerhaven auf einen weiteren deutlichen Anstieg des Schienengüterverkehrs vorzubereiten. Der Hafentunnel, der im Norden von Bremerhaven entsteht, werde die Anbindung der Terminals an das Hinterland weiter verbessern.

Wie Günthner ergänzte, haben Land und maritime Logistikwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Milliarden Euro in den Aufbau und die Modernisierung der Hafenanlagen investiert: "Dieser Kraftakt hat sich wirklich gelohnt." Ausdrücklich würdigte der Senator die Leistungen der örtlichen Umschlag-, Transport- und Logistikunternehmen: "Mit der hohen Qualität ihrer Dienstleistungen beweist die Branche jeden Tag neu, wie wettbewerbsfähig sie ist."

Günthner: "Ich bin davon überzeugt, dass der Containerhafen Bremerhaven sein Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft hat." Experten gehen an der längsten Kaje Europas von einer jährlichen Kapazität von mindestens neun Millionen TEU (Twenty-foot Equivalent Unit; Containermaß) aus.

"Maritime Wirtschaft und Logistik bilden bis heute das Rückgrat der bremischen Wirtschaft", resümierte der Senator. Die Kompetenz des Zwei-Städte-Staats zeige sich in folgenden Zahlen: Über 1.300 Unternehmen sind der maritimen Branche verbunden. Gleichzeitig sichern die bremischen Häfen mit allen direkten und hafenbezogenen Dienstleistungen die Arbeitsplätze von rund 75.000 Menschen.

Foto: bremenports