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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Langzeitarbeitslose zurück in den Job begleiten - Senator Günthner besucht Förderzentrum in Bremen-Nord

25.04.2016
Senator Günthner lässt sich bei seinem Besuch des Förderzentrums Nord die Holzwerkstatt zeigen
Senator Günthner lässt sich bei seinem Besuch des Förderzentrums Nord die Holzwerkstatt zeigen

"Der Langzeitarbeitslosigkeit entgegenzuwirken, gehört zu den größten Herausforderungen, vor denen wir zurzeit stehen", erklärte Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, bei seinem Besuch des Förderzentrums Nord am Montag (25. April 2016). Seit Mitte letzten Jahres überweist das Jobcenter Menschen, die seit mehr als einem Jahr keine Arbeit haben und über 25 Jahre alt sind, in eines von fünf Förderzentren in Bremen und einem in Bremerhaven. Dort erhalten die Teilnehmenden neun Monate lang Training, Coachings und Beratung. Der Förderzentrum Nord in der Sagerstrasse und in der Hermann-Fortmann-Straße wird in Kooperation von Grone-Schulen Niedersachsen und dem Verein Arbeit und Lernzentrum geführt. Die Mittel kommen vom Jobcenter und aus dem Europäischen Sozialfonds.

50 Plätze stehen im Förderzentrum Nord zur Verfügung und neben IT-Training, Sprachförderung, Bewerbungs- und Gesundheitstrainings gilt es bei den praktischen Fertigkeiten, Stärken zu identifizieren und Interesse zu fördern. Die Beschäftigungsfelder reichen von kaufmännischen Tätigkeiten über Arbeiten im Pflegebereich bis zu Berufen der Metall- und Holzverarbeitung und auf dem Gebiet der Lager- und Logistiktätigkeit.

"Durch intensive und individuelle Unterstützung durch unsere Jobcoaches und Sozialpädagogen wollen wir unsere Teilnehmenden auf dem Weg begleiten, um Vermittlungshemmnisse abzubauen und eine Integration auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen", erklärt Kirsten Gharbaoui, Leiterin des Förderzentrums bei den Grone-Schulen. Dazu gehört auch, dass Teilnehmende in Ausnahmefällen ihre Kinder mitbringen dürfen, sie zu Hause besucht oder zum ersten Vorstellungsgespräch begleitet werden. Die ersten Anzeichen, dass dieser Weg erfolgreich sein kann, zeigen die Zahlen: 99 Frauen und Männer haben ihren Weg aus der Arbeitslosigkeit über das Förderzentrum Nord in Angriff genommen. 12 konnten bereits wieder Fuß fassen auf dem ersten Arbeitsmarkt, weitere 12 haben einen festen Job in Aussicht, wenn sie fehlende Qualifikationen nachholen.

"Mit den Förderzentren haben wir einen Baustein, der Langzeitarbeitslosen wieder eine Perspektive eröffnet", kommentiert Günthner seinen Besuch. Ende März waren 37.454 in Bremen Wohnende arbeitslos gemeldet. Die Quote der Langzeitarbeitslosen liegt dabei bei fast 70 Prozent.

Foto: Pressereferat, Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen