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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Übergangswohnheim in Schwachhausen - Senatorin Stahmann übergibt Einrichtung an Trägerin AWO

26.02.2016
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Interims-Leiterin Brigitte Böhme (AWO), Senatorin Stahmann und Leiterin Martina Ziolkowski (AWO)

Vier Wochen früher als erwartet wird ein Übergangswohnheim für 110 Flüchtlinge an der Kurfürstenallee in Schwachhausen seinen Betrieb aufnehmen. Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport hat die Einrichtung heute (Freitag, 26. Februar 2016) an die Trägerin Arbeiterwohlfahrt (AWO) übergeben. "Wenn man vom Bereich Mitte absieht, ist es in den zentralen Stadtlagen besonders schwierig, leerstehende Immobilien zur Unterbringung von Flüchtlingen zu finden", sagte sie. "Deshalb bin ich froh, dass wir jetzt auch in Schwachhausen wieder eine Adresse für Flüchtlinge haben."

Das Ende der Umbauarbeiten in dem ehemaligen Bürogebäude mit über 1 600 Quadratmetern Fläche war ursprünglich für Anfang April erwartet worden, nun können die ersten Bewohner schon Anfang März einziehen. "Angesichts der Tatsache, dass wir derzeit immer noch 1 200 Menschen in Zelten und viele weitere in Turnhallen unterbringen müssen, sind wir froh über jeden Tag, den die Flüchtlinge früher einziehen können", sagte die Senatorin. Das Gebäude mit insgesamt vier Stockwerken ist für einen Zeitraum von zehn Jahren angemietet. Wie in Übergangswohnheimen üblich, können Flüchtlinge sich in ihrer Einrichtung selbst versorgen. Dazu sind auf jeder Etage Gemeinschaftsküchen eingerichtet. Zudem sind Gemeinschaftsräume sowie ein Spielzimmer für Kinder vorhanden.

Ortsamtsleiterin Karin Mathes sagte: "Wir werden einen Runden Tisch ins Leben rufen, um die Unterstützung zu koordinieren." Erstmalig solle er Mitte März zusammenkommen. Der Beirat Schwachhausen wolle zudem im März die ersten Erfahrungen nach dem Einzug der Flüchtlinge austauschen. "Ich möchte, dass wir diese Einrichtung genauso erfolgreich in die Nachbarschaft einbetten, wie uns das vor zwei Jahren in der Thomas-Mann-Straße gelungen ist", so die Ortsamtsleiterin. Eine wichtige Voraussetzung ist gegeben: Als Interims-Leiterin konnte Brigitte Böhme gewonnen werden. Sie hatte auch die Unterkunft in der Thomas-Mann-Straße geleitet, die von Anfang 2013 bis Frühjahr 2014 in Betrieb war.

Aktuelle Zahlen
Die Zahl der Flüchtlinge bewegt sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Allein im Januar hat das Land Bremen 858 Menschen aufgenommen, fast dreimal so viele wie im Januar 2015 (damals waren es 334). Im gesamten Jahr 2016 hat das Land bislang 1 548 Flüchtlingen und Asylbewerbern Schutz gewährt (Stand: 25. Februar 2016). Das sind fast so viele wie in den ersten fünf Monaten des vergangenen Jahres (1 618).

Foto: Pressestelle