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Sonstige

Die swb AG ist auf den "Zeitsprung" gut vorbereitet

30.12.1999

Morgen werden es alle wissen – ob der "Millennium-Bug" kräftig zugebissen hat oder nicht.


Die swb AG hat alles Menschenmögliche unternommen, um allen Kunden einen guten "Rutsch" zu sichern. Damit zum Jahreswechsel 2000 Bremen hell und warm bleibt, haben sich rund 80 Projektmitarbeiter seit Jahren viele Gedanken gemacht. Das "Jahr2000Projekt" ist Chefsache, rund fünf Millionen Mark wurden investiert.


Seit 1996 befassen sich swb-Experten mit den möglichen Folgen des Jahrtausendwechsels. Seither wurde bei der Installation neuer Software auf Jahr-2000-Fähigkeit geachtet. 1998 wurden alle Anlagen und Systeme in Technik und Verwaltung inventarisiert . Im Anschluss beurteilten und prüften die Experten alles und begannen mit den notwendigen Umstellungen und umfangreichen Tests. Seit Ende September 1999 sind alle wesentlichen Maßnahmen abgeschlossen. Die eingesetzte Software und sämtliche Anlagen sind jetzt 2000-konform. Der TÜV Rheinland hat das Projektverfahren zertifiziert.


Bestens vorgesorgt für die Versorgung


Die swb AG hat alles getan, um den Energie-Sprung ins neue Jahrtausend problemlos zu schaffen. Doch eine 100-prozentige Garantie kann niemand geben, da dieses Ereignis einmalig ist und keine Erfahrungswerte vorliegen. Deshalb und für alle Fälle wird nachhaltige Vorsorge getroffen.


  • Stromversorgung

    Die swb AG hat zusammen mit ihren Vorlieferanten und Partnern im Energieverbund die Jahr-2000-Fähigkeit der Übertragungs- und Verteilungsnetze überprüft. Ein gemeinsamer Stufenplan sichert in der Neujahrsnacht die Stromversorgung, auch wenn eines der Kraftwerke ausfallen würde. Hier in Bremen erzeugt die swb Synor mit eigenen Kraftwerken ausreichend Energie, um Bremen im Störfall eigenständig versorgen zu können.



  • Gasversorgung

    Die Gasreserven in den eigenen Kavernen decken den Bedarf von etwa zwei Wochen.



  • Wasserversorgung

    Der Hochbehälter in der "umgedrehten Kommode" auf dem Stadtwerder wird gefüllt und kann bei Stromausfall das Bremer Netz rund drei Stunden versorgen.



  • Wärmeversorgung

    Im Notfall bleiben die Kessel heiß. Der Heizkessel in der Vahr und Spitzenlastkessel in Hastedt liefern die Fernwärme für das Versorgungs-gebiet Bremen-Ost.



  • Erhöhte Aufmerksamkeit

    Eine große Anzahl von swb-Mitarbeitern wird in der Nacht vom 31.12.1999 auf den 1.1.2000 über alle Systeme und Anlagen wachen. In den Kraftwerken der swb Synor werden zusätzlich zur 65 Mann starken Schicht 29 Mitarbeiter in dieser Nacht vor Ort sein und alle Systeme genau im Auge behalten. Im Lastverteiler und beim Entstörungsdienst der swb Norvia, die für den Netzbetrieb zuständig ist, werden 148 Mitarbeiter mit Spannung die Uhr und ihre Instrumente beobachten. 70 Mitarbeiter werden vor Ort sein, weitere 78 haben Rufbereitschaft.




Auch Bremerhaven kann sorglos feiern


Die swb Bremerhaven hat ebenfalls alle Register der Vorbereitung gezogen, sieht der "Nacht der Nächte" gelassen entgegen und fühlt sich fit für den Datumswechsel. Alle in Frage kommenden Geräte wurden untersucht und soweit notwendig getestet, alle wichtigen Lieferanten wurden angesprochen und Zertifikate eingeholt. Der TÜV Rheinland hat auch dort alles unter die Lupe genommen und dann das Zertifikat erteilt.


Die Umspannwerke, Schaltstationen, Netz- und Abnehmerstationen werden nicht automatisch gesteuert, sondern manuell aus der zentralen Netzleitstelle oder direkt vor Ort gefahren, so dass eine Jahr-2000-bedingte Störung äußerst unwahrscheinlich ist. Ebenso ist davon auszugehen, dass es zu keinen Unterbrechungen im Vorlieferantenbezug durch die EWE kommen wird. Die Steuerungen der Eigenerzeugung sind weitgehend neuerer Generation, so dass auch hier keine Probleme zu befürchten sind.


Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Steuerungssysteme der

Gasübernahme- und Gasdruckregelstationen unabhängig von Datum und Zeit arbeiten, so dass das Problem an dieser Stelle entfällt. Des weiteren ist davon auszugehen, dass es zu keinen Unterbrechungen im Vorlieferantenbezug durch die BEB kommen wird. Alle Wasserwerke werden weitgehend konventionell und manuell gesteuert, also ohne den wesentlichen Einfluss von Computersystemen. Außerdem liegt die Wasserversorgung ausschließlich in der Hand der Stadtwerke, es gibt keine Abhängigkeiten von Vorlieferanten.


Auch in Bremerhaven sind zusätzliche Mitarbeiter im Dienst, um im unwahrscheinlichen Fall einer Störung gleich an Ort und Stelle zu sein.