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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Das Bremer und Bremerhavener IntegrationsNetz setzt erfolgreiche Arbeit fort

Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

15.12.2015
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Mehrere Tausend Flüchtlinge sind allein in diesem Jahr nach Bremen und Bremerhaven gekommen. Um möglichst viele Flüchtlinge an den Arbeitsmarkt heranzuführen, engagiert sich das Bremer und Bremerhavener IntegrationsNetz (bin) für eine nachhaltige Vermittlung. Seit dem 1. Juli 2015 sichert der Handlungsschwerpunkt ‚Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen‘ (IvAF) der ‚ESF-Integrationsrichtlinie Bund‘ in der ESF-Förderperiode 2014 bis 2020 die Fortsetzung der erfolgreichen Projektarbeit dieses Netzwerkes. 2.090.865,24 Euro erhält Bremen an Zuwendung aus diesem Bundesprogramm. Weitere zehn Prozent steuern die Träger und die Stadt Bremerhaven bei, so dass sich die Gesamtsumme des Netzwerkprojektes: 2.323.183,60 Euro beläuft.

Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, lobt die gute Zusammenarbeit, die wegweisend für die nahe Zukunft ist. "bin hat bereits einen Weg aufgezeigt, wie wir der Herausforderung der Integration der derzeitigen Flüchtlingszuwanderung begegnen können. Nur mit vereinten Kräften und allen Beteiligten an einem Tisch, wie es dieses Netzwerk erfolgreich praktiziert, werden wir den Menschen einen Platz in unserer Gesellschaft bieten können."

Dr. Götz von Einem, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Bremen, sieht auch für die Zukunft die Bedeutung des Netzwerkes: "Mit dem bin konnten wir in der Vergangenheit schon einiges im Bereich Ausbildung für geduldete Flüchtlinge auf den Weg bringen. Zuverlässiger Partner war das bin auch bei unseren Modellprojekt "Early Intervention" zur Integration von gut qualifizierten asylsuchenden Erwachsenen in Arbeit. In der kommenden Zeit werden wir uns ganz verstärkt gemeinsam im Lande Bremen um die Integration in den Arbeitsmarkt kümmern müssen."

"Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Arbeit des bin-Netzwerkes für Bremen um weitere vier Jahre abzusichern", so die Leiterin des Zentrum für Schule und Beruf im DRK KV Bremen e.V, Elisabeth Mahlberg-Wilson. "Die Integration von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern sowie Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist eine bedeutende gesellschaftliche Aufgabe, die nur durch eine kooperative und intensiv vernetzte Arbeit gelingen kann."
Seit dem 1.November 2015 arbeitet das Netzwerkprojekt in erweiterter Zusammensetzung und umfasst nun folgende Träger:

  • Koordination - Deutsches Rotes Kreuz KV Bremen e.V. (zugleich Netzwerkträger)
  • Beratung und Vermittlung in der Seestadt Bremerhaven - Arbeitsförderungs-Zentrum im Lande Bremen GmbH
  • Clearing und Erstberatung in Bremen - Paritätisches Bildungswerk LV Bremen e.V.
  • Beratung, Vermittlung und Einzelcoaching für junge Flüchtlinge unter 25 Jahren - Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbHg
  • Beratung, Qualifizierung und Vermittlung erwachsener Flüchtlinge - Kulturzentrum Lagerhaus e.V.
  • Ausbildungsvorbereitung, Begleitung und Vermittlung in duale Berufsausbildung für junge Flüchtlinge unter 25 Jahren - HandWERK gemeinnützige GmbH.

"Was die bin-Projektarbeit im Land Bremen insbesondere auszeichnet", so Markus Saxinger, Projektleiter des Bremer und Bremerhavener Integrationsnetz, "ist die hohe Qualität der Kooperation mit senatorischen Behörden, Arbeitsverwaltungen, Ausländerbehörden und Kammern. Besonders hervorzuheben ist auch die große Bereitschaft von Bremer Unternehmen, Flüchtlinge in Ausbildung und Beschäftigung zu integrieren." bin kooperiert sehr eng mit diversen Betrieben, die sich in der Ausbildung von Flüchtlingen engagieren und ist daran interessiert mit weiteren Betrieben in Kontakt zu treten und zu kooperieren.

Ein Team beim Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen hat die Federführung bei der Antragstellung des ESF-Bundesprogramms Integrationsrichtlinie Bund übernommen und sich mit allen fachlich relevanten Senatsressorts und dem Magistrat Bremerhaven beim Einwerben des Programms auf eine zielführende Abgabe der Interessensbekundung verständigt. Neben dem Landes-ESF stellen fünf Bundesministerien in 26 Bundesprogrammen ESF-Bundesmittel zur Verfügung. Um einen möglichst großen Anteil von zusätzlichen ESF-Bundesmitteln zu generieren, hatte die Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen im November 2014 einer ressortübergreifenden Koordination und Einwerben zusätzlicher Mittel aus ESF-Bundesprogrammen zugestimmt. Durch das Einwerben zusätzlicher Bundesmittel sollen die im Beschäftigungspolitischen Aktionsprogramm formulierten Ziele, wie Ausbildungsgarantie und die Stärkung des sozialen Zusammenlebens sowie Armutsbekämpfung unterstützt werden.

Schon in den Vorjahren gab es zahlreiche Menschen, die im Zuge von Krieg, Verfolgung und sonstiger Bedrohungen in ihren Heimatländern Zuflucht in der Freien Hansestadt Bremen gefunden haben und sich hier nun ein neues Leben aufbauen wollen. Seit 2008 unterstützt das Bremer und Bremerhavener IntegrationsNetz - zunächst im Rahmen des im Juni 2015 beendeten ESF-Bundesprogramms ‚XENOS - Arbeitsmarktliche Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge‘ - die Integration von geflüchteten Menschen in Ausbildung und Arbeit durch umfassende Beratungs- und Qualifizierungsangebote, durch Vermittlung in berufsbezogene Deutschkurse, Multiplikator/-innenschulungen sowie durch Vernetzung der relevanten Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 1.286 Teilnehmende in das Projekt aufgenommen, die durch bin-Beratung, Unterstützung und Qualifizierungsangebote erhielten.
Die bisherige gute Zusammenarbeit mit dem Projekt "Early Intervention" der Agentur für Arbeit Bremen/Bremerhaven wird auch in Zukunft durch eine enge Kooperation mit dem speziell für Flüchtlinge zuständigen Personal der Agentur für Arbeit fortgesetzt.

Für Kontakt und weitere Nachfragen:

Markus Saxinger
Tel. 0421 247 6030
markus.saxinger@zsb-bremen.de

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