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Chancengleichheit von Frauen ist eines der Hauptkriterien des neuen Bremer Landesmedienprogramms

08.06.2000

Die Bremische Zentralstelle (ZGF) teilt mit:

Das Rahmenprogramm zur Landesinitiative "Informations- und Mediennutzung" -Bremen in T.I.M.E enthält als eines der fünf zentralen Kriterien für die Projektförderung die Verbesserung der Chancengleichheit der Frauen in der Informationsgesellschaft.


Die Bremer Landesbeauftragte für Frauen Ulrike Hauffe hat sich gemeinsam mit dem Senator für Frauen erfolgreich dafür eingesetzt, dass dieses Kriterium an zentraler Stelle in das Programm aufgenommen worden ist.


"Damit hat Bremen das von der EU vorgeschriebene Prinzip des Gender Mainstreaming angewandt, nach dem die Chancengleichheit und gleiche Teilhabe von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen eine politisch zu lösende Querschnittsaufgabe ist", so Ulrike Hauffe, Bremer Landesbeauftragte für Frauen. "Die Einhaltung und Beachtung dieses Prinzips werden wir kontrollieren, da das Landesprogramm ausdrücklich formuliert, dass in jedem Einzelfall die Erreichung der Ziele durch ein Controlling überprüft wird."


Das neue Landesprogramm zur Information- und Mediennutzung formuliert als Leitidee und Zielsetzung, dass die technologischen Entwicklungen der gesamten Gesellschaft dienen sollen. Dies bedeutet, dass vorhandene oder entstehende Ungleichheiten beseitigt werden und die Gleichstellung von Männern und Frauen gefördert werden sollen.


Konkret sieht das Programm vor, die Medienkompetenz von Mädchen und Frauen auf verschiedenen Ebenen zu verbessern.


  • Insbesondere sollen bei der Erstausbildung in den neuen Berufen der Informationstechnologien und in der beruflichen Tätigkeit in diesem Sektor der Anteil von jungen Frauen deutlich erhöht werden. Das Programm sieht dringenden Handlungsbedarf, da Frauen hier stark unterrepräsentiert sind. In der Schule soll die informationstechnische Grundbildung den geschlechtsspezifischen Erfahrungen der Mädchen Rechnung tragen und in entsprechende Lehrinhalte eingehen.


  • Für die Hochschulen sind die Einrichtung des Studiengangs "Informatik für Frauen" und die Erstellung eines Landeskonzepts für ein geschlechtergerechtes In-formatikstudium an allen Hochschulen des Landes Bremen geplant.


  • Die Möglichkeiten des netzbasierten zeit- und ortsunabhängigen Lernens sollen für die Chancengleichheit von Frauen genutzt werden, z.B. für die Wiedereingliederung von Berufsrückkehrerinnen.