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Die BIG Bremer Investitions-Gesellschaft mbH teilt mit:
Neue Arbeitsplätze entstehen weiter in der "Call-Center-City Bremen"

11.08.2000

Firmenbeispiel HOIST zeigt Vielfalt dieser Dienstleistungsbranche

In Bremen sind derzeit rund 2.200 Menschen in Call-Centern beschäftigt. Es sind bereits 48 Call-Center an der Weser beheimatet. Die Stärkung dieses Dienstleistungsbereiches ist ein Schwerpunkt der Landesentwicklung. Mit dem aktuellen Ansiedlungserfolg, dem Norddeutschland-Call-Center der VIAG Interkom, ist ein erneutes Wachstum verbunden. Noch in diesem Jahr rechnen die Verantwortlichen der BIG Bremer Investitions-Gesellschaft mbH mit der Ansiedlung des 50.Call-Centers. Die mittelfristige Prognose für die Beschäftigtenzahl in der "Call-Center-City Bremen" liegt bei 3000. Vor diesem Hintergrund hat sich jetzt auch die Interessenvertretung "Call-Center-City Bremen e.V." gegründet.

Mit dem Wachstum der Branche sind auch eine Neuausrichtung der Dienstleistungsangebote und differenzierte Anforderungen an die Beschäftigten verbunden. Von den "klassischen" Aufgaben aus der Anfangsphase ist ein Trend hin zu spezialisierten Tätigkeiten erkennbar. Der Wegbereiter für den Call-Center-Boom an der Weser, das Unternehmen Fly Line in der Airport-Stadt-Mitte, steht stellvertretend für diese Weiterentwicklung, vorrangig in der Reisebranche. Dort werden, wie auch in anderen Call-Centern am Standort, zunehmend neue Akzente im Bereich elektronischer Handel (E-Commerce) gesetzt. Und das Internet stellt neue Herausforderungen an die Call-Center-Betreiber. Denn es gilt, die Wachstumspotentiale, die mit diesem Kommunikationsnetz verbunden sind, sinnvoll zu nutzen.

Aber nicht nur aufgrund dieser Entwicklung ist die Call-Center-Branche sehr heterogen. Das klassische Call-Center-Profil gibt es längst nicht mehr. Das zeigt das Beispiel der HOIST Kreditverwaltung AG, kurz: HOIST. Deren Bremer Niederlassung zählt zur in Schweden beheimateten HOIST-Unternehmensgruppe. "Wir wollen mit fairen und individuellen Lösungen unsere Kunden auf dem Weg zur Schuldenfreiheit unterstützen", beschreibt die Leiterin der Bremer Niederlassung Manuela Wilkens die Unternehmensphilosophie. Am Standort Funkschneise ist sie Chefin von mittlerweile 87 Beschäftigten, Tendenz steigend. Auftraggeber sind nach ihren Worten überwiegend deutsche Großbanken. Im Rahmen des Outsourcing bedienten sich diese der Firma HOIST als Dienstleister. Und ihre Kollegin an der Niederlassungsspitze Katja Janzen ergänzt, dass Kunden in ganz Deutschland vom Standort Bremen aus betreut würden: "Aufgrund der spezifischen Aufgaben beschäftigen wir insbesondere Rechtsanwalts- und Notargehilfen." Die besondere Situation bei der Realisierung und Abwicklung von Forderungen erfordere eine individuelle Kundenansprache, betonen beide. Deshalb sei neben der fachlichen auch die persönliche Eignung gefordert: "Mit dem gängigen Klischee vom Call-Center als Anlaufadresse für Auskunftssuchende hat das, was wir mit unseren Kolleginnen und Kollegen hier täglich leisten, nichts zu tun."

Die Firma HOIST ist am Standort Bremen seit Oktober 1999 tätig. Im Zusammenhang mit der Standortverlegung der Citibank wurden damals dort bestehende Arbeitsplätze im Zuge der gleichzeitigen HOIST-Ansiedlung gesichert. "Wir haben alle Citibank-Beschäftigten übernommen, die in der neuen Struktur weiterarbeiten wollten", sagt Manuela Wilkens. Zusätzlich seien in den vergangenen Monaten 15 Arbeitsplätze geschaffen worden. Das Durchschnittsalter aller Beschäftigten liege bei 28 Jahren. Die Niederlassungsleiterin: "Wir haben ein junges Team in einem jungen, wachstumsstarken Markt."