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Sonstige

Ausstellung „Was im Verborgenen blüht“ mit kostbarem Glas aus Bremer Sammlungen im Paula Modersohn-Becker Museum

17.10.2000

Im Rahmen der Dokumentation der Bestände des Paula Modersohn-Becker Museums im Roselius-Haus widmet sich die neue Ausstellung „Was im Verborgenen blüht“ vom 22. Oktober bis 7. Januar erstmalig den transparenten Kostbarkeiten: der Glassammlung. Von Ludwig Roselius in den Jahren 1928 bis 1943 im Dialog mit zeitgenössischen Bremer Sammlungen angelegt, vereint sie – vorwiegend deutsche – Gläser aus zwölf Jahrhunderten. Von dem schlichten fränkischen Tummler des 7. Jahrhunderts bis zu den durch Schliff, Schnitt oder Diamant veredelten Pokalen des 17. und 18. Jahrhunderts zeigt sie Höhepunkte einer Kunst, die sich im Detail entfaltet und im Spiel des Lichts mit dem transparenten Material lebendig wird.

Erweitert wird die – von der Glasspezialistin Monica Borgward kuratierte – Ausstellung durch herausragende Einzelstücke aus öffentlichen und privaten Bremer Sammlungen. Während Roselius für sein Museum in der Böttcherstraße in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Höhepunkte deutscher Glaskunst bis 1800 zusammentrug, spezialisierten sich private Sammler der zweiten Jahrhunderthälfte zumeist auf begrenzte Themen oder bestimmte Epochen. Dadurch entstanden intime und geschlossene Kollektionen, die der Öffentlichkeit bislang nicht bekannt sind. Zugleich ergänzen die ausgewählten Stücke die Sammlung des Museums im Roselius-Haus und schließen Lücken, so dass die Entwicklung der Glasherstellung und –veredelung bis zur Epoche des Biedermeier in hervorragenden Beispielen vertreten ist.

Zur Ausstellung erscheint ein reich illustrierter Bestandskatalog.