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BHV-Herbsttagung setzt neue Akzente
Enge Zusammenarbeit mit der Bremen Ports Management + Services GmbH“

24.11.2000

Die Bremische Hafenvertretung e.V. (BHV) teilt mit:

Die Bremischen Häfen sehen sich mit einem immer härteren Wettbewerb der europäischen Seehäfen konfrontiert, der auch zu gravierenden Umbrüchen in der deutschen Seehafenverkehrswirtschaft geführt hat. Vor diesem Hintergrund diskutierten die Repräsentanten der Bremischen Häfen aus dem In- und Ausland beim jährlichen Herbstmeeting der Bremischen Hafenvertretung (BHV) im World Trade Center Bremen über zeitgemäße Marketingstrategien.

Der Zeitpunkt für die diesjährige Mitarbeitertagung der BHV hätte nicht besser sein können. Die bevorstehende Gründung der „Bremen Ports Management + Services GmbH“, die angestrebte Zusammenarbeit zwischen den Bremer und Hamburger Umschlagsgesellschaften, die Nachricht über ein Engagement der BLG-Logistikgruppe in Antwerpen und Zeebrügge sowie die Diskussion über einen deutschen Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven boten allemal genügend Diskussionsstoff. BHV-Geschäftsführer Helmut H. Detken sprach in seinem Vortrag während des schon traditionellen „Get together“ zum Abschluss des Meetings mit den Mitgliedsfirmen und Freunden der BHV von „gravierenden Strukturveränderungen“, die sich natürlich auch auf die Bremische Hafenvertretung in irgendeiner Form auswirkten.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen fragte Detken bewusst provokativ: „Heißt das etwa, dass sich unser Standortmarketing und unsere Akquisition künftig nicht nur auf Bremen und Bremerhaven konzentriert, sondern die gesamte deutsche Bucht umfaßt? Heißt das etwa, dass die deutschen Nordseehäfen in Zukunft einheitlich und geschlossen national wie international auftreten? Heißt das etwa auch, dass wir in Zukunft nicht mehr als Bremische Hafenvertretung auftreten, sondern uns eventuell als „German Ports Marketing und Promotion“ darstellen?“

Solche Schlüsse zu ziehen, hält Detken jedoch für vorschnell, da der Teufel im Detail stecke. Und Senator Josef Hattig habe auch in vielen Stellungnahmen ganz klar zu verstehen gegeben, dass er bei aller Offenheit z.B. für eine bremisch-hamburgische Zusammenarbeit ganz klar bremische Interessen vertrete, allerdings nicht mit eingebauter Sichtblende.“ Detken betonte jedoch, dass diese ganzen Initiativen, die ihren Ursprung ausschließlich in Bremen und Bremerhaven hätten, von den Kunden, Verladern wie Reedern, weltweit sehr positiv aufgenommen worden seien.

Zugleich warnte der BHV-Chef davor, sich auf den Lorbeeren der außerordentlich positiven Umschlagsentwicklung in den Bremischen Häfen auszuruhen. Es gelte, sich von psychologischen Erfolgen und schönen Mengenerlebnissen nicht blenden zu lassen, sondern auch mit einem gewissen gesunden Mißtrauen und großem Realismus die weitere Entwicklung zu begleiten und ohne abzuheben oder gar Arroganz im Tagesgeschäft selbstbewußt und mit typisch Bremer Hartnäckigkeit fortzufahren. Auch sei das Ausloten der Zusammenarbeit zwischen Bremen und Hamburg ausschließlich eine Sache des Kopfes und nicht des Herzens.

Zuvor hatten sich die in zehn deutschen, europäischen und überseeischen Verkaufbüros tätigen Außendienstmitarbeitern der BHV drei Tage lang in konstruktiven Diskussionen und themenbezogenen Workshops mit neuen Strategien und Verkaufskonzepten für das Hafenmarketing beschäftigt. Die wesentlichen Ergebnisse betreffen vier Punkte:

  1. Kurzfristige Einrichtung fachbezogener Arbeitskreise unter Einbeziehung der bremischen Seehafenverkehrswirtschaft.<
  2. Standortrecherche in Richtung Baltikum, GUS und Skandinavien.
  3. Verbindliche Einführung eines Basis- und eines Zusatzleistungspakets für die BHV-Mitglieder.
  4. Enge Kooperation zwischen der BHV und der neuen „Bremen Ports Management + Services GmbH“ im Bereich Marketing, Public Relations und Vertrieb.

An die Mitgliedsfirmen appellierte Detken, die Arbeit der BHV noch stärker als bisher schon zu begleiten und zu unterstützen: „Nutzen Sie unser weiter ausgebautes Angebot in der Akquisition, in der Marketing- und PR-Arbeit sowie im Bereich der Informationstechnologien in ihrem eigenen Interesse!“

Josef Hattig, Bremens Senator für Wirtschaft und Häfen, befasste sich in seiner „Get Together“-Ansprache eingehend mit der bevorstehenden Gründung der „Bremen Ports Management + Services GmbH“. Dabei betonte er, dass das neue Unternehmen keine Konkurrenz für Hafenunternehmen, sondern „Dienstleister für Dienstleister“ sein werde. Auch werde „Bremen Ports Management + Services GmbH“ nicht die Aufgaben der BHV übernehmen, sondern mit ihr über klare Auftragsbeziehungen zusammenarbeiten. Hattig versicherte: „Die Bremische Hafenvertretung bleibt aus guten Gründen selbstständig.“ Sie sei eingespielt und besitze als funktionierende Public-private-partnership eine hohe Mitgliederbindung und eine hohe Akzeptanz im Markt.