Sie sind hier:

Sonstige

10. Januar 2001 - Kann Tibet in der VR China überleben?
Podiumsdiskussion im Bremer Rathaus

05.01.2001

Auf dem Podium:

  • Claudia Roth, MddB, Bündnis 90 /Grüne, Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages,
  • Dr. Henning Scherf, Präsident des Senats, SPD
  • Tsewang Norbu, Verein der Tibeter in Deutschland
  • Andreas Neumann, Radio Bremen, Buten & Binnen (Moderation)

 


Tibet ist seit mehr als 40 Jahren von der VR China besetzt. Tibet wird seitdem wirtschaftlich ausgebeutet, kulturell unterdrückt, durch chinesische Zuwanderung übervölkert und ökologisch zerstört. Die wirtschaftliche Öffnung Chinas hat den Tibetern (ebenso wie den übrigen Bewohnern der VR China) keine demokratischen Rechte gebracht. Trotz anhaltender Proteste internationaler Menschenrechtsorganisationen ist eine Änderung dieser Situation nicht in Sicht. Mehr als 1 Milliarde potentieller Konsumenten lassen bei der Abwägung Wirtschaftsinteressen / Menschenrechte letztere in der westlichen Welt stets in den Hintergrund treten.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass selbst die jahrelangen Versuche zahlreicher Menschenrechtsgruppen, diese Situation anzuprangern und zu verändern keine nennenswerten Erfolge gebracht haben. Die wirtschaftliche Stärke und die Verzichtsbereitschaft des chinesischen Volkes und die Konkurrenzsituation der westlichen Industrieländer machen China gegenüber jeglichen ausländischen Interventionen nahezu resistent.

Aus diesem Grund soll in der Veranstaltung - abweichend von zahlreichen vergleichbaren Tibetdiskussionsforen - einmal versucht werden, unter Anerkennung der bestehenden Realitäten, die Überlebenschancen der tibetischen Kultur in der VR China einzuschätzen und aus der unterschiedlichen Sicht der eingeladenen Podiumsmitglieder zu diskutieren.

Auf dem Hintergrund der langjährigen Erfahrungen werden die Experten

am 10. Januar 2001 ab 20.00 Uhr im Bremer Rathaus

ihre Meinungen und Standpunkte zu diesem Thema darlegen und mit den Besuchern der Veranstaltung diskutieren.