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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Tätigkeitsbericht des Technologiebeauftragten: High-Tech-Region Bremen gut positioniert

01.09.2006

Bremen hat auf dem Weg zur High-Tech-Region deutliche Fortschritte gemacht: Die Stadt und Region Bremen sind bundesweit führend beim Beschäftigtenanteil in der Logistikbranche. Die Stadt Bremen steht in der Umweltwirtschaft an der Spitze von 12 verglichenen Großstädten. Bei der absoluten Zahl der Raumfahrtbeschäftigten belegt Bremen Platz 1, in der Luftfahrt einen hervorragenden zweiten Platz. Verbesserungsbedarf hat Bremen nach dem vom Technologiebeauftragten des Senats, Prof. Dr. Jürgen Timm, vorgelegten Bericht vor allem in der Informationstechnik, der Gesundheitswirtschaft und im Design. „Vor allem in diesen Bereichen müssen wir den Transfer von der Wissenschaft in die Unternehmen intensivieren, wenn wir uns in der Gesamtwertung der Innovationsbereiche von unserer mittleren Position an die Spitze vorarbeiten wollen“, so Prof. Timm. Nur durch kontinuierliche Innovationen in der Wirtschaft könne sich der Stadtstaat Bremen als High-Tech-Region profilieren und damit seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.

Neben der Position der Technologieregion Bremen im bundesweiten Vergleich erläutert der Bericht des Technologiebeauftragten die wichtigsten Techniktrends in den Innovationsfeldern und macht Vorschläge zur überregionalen Vermarktung des Technologiepotenzials. Die Analyse der Innovationsindikatoren zeigt gute Werte für die Stadt und Region Bremen bei der Gründung und Beschäftigung in High-Tech-Branchen (z.B. Luft- und Raumfahrt), aber auch Defizite beim Beschäftigtenanteil der Wissensdienstleistungen, bei Patentanmeldungen und bei den Beschäftigten mit Hochschulabschluss. Diese Schwächen betreffen wichtige Innovationsbedingungen; sie müssen durch gezielte Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft abgebaut werden. Die Vorausschau der Technikentwicklung konzentriert sich auf die Themen RFID-Technologie, Nanotechnik und Robotik: Hier werden Anwendungsmöglichkeiten für die Logistik, Luft- und Raumfahrt, Lebensmittelindustrie, Umwelt- und Gesundheitswirtschaft umrissen. Zur besseren Vermarktung der Technologieregion Bremen werden eine repräsentative Imagebroschüre, ein Internet-Portal zu den Forschungs- und Technologieeinrichtungen, eine kontinuierliche Pressearbeit, Fachveranstaltungen und Fachtagungen vorgeschlagen. Der Technologiebeauftragte hat sich auch an Marketingaktivitäten beteiligt, z.B. an einem landesweiten Transfertag und einer Veranstaltungsreihe im Haus der Wissenschaft.

Nach Ansicht des Bremer Senators für Wirtschaft und Häfen, Jörg Kastendiek, muss vor allem in den mittelkleinen Unternehmen mit 50 bis 100 Beschäftigten das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Produktinnovationen noch gestärkt werden. „Durch verstärkte Kooperationen und den Informationsaustausch zwischen Forschungseinrichtungen und den Unternehmen müssen wir Anreize für eigene Forschung- und Entwicklung in den Betrieben setzen und die Innovationserträge verbessern“, so Kastendiek. Auch in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und technische Dienstleistungen seien gezielte branchenspezifische Fördermaßnahmen notwendig.

Ferner seien stärkere Kooperationen zwischen Unternehmen, Kunden, Lieferanten und Wettbewerbern notwendig. Kastendiek: „Wir müssen Begegnungsmöglichkeiten, Branchenmeetings und Plattformen schaffen, um den Informationsaustausch zu verbessern und die Region wirtschaftlich zu stärken.“

Der Tätigkeitsbericht des Technologiebeauftragten ist im Internet unter www.bremen.de/technologiebeauftragter abrufbar.