Sie sind hier:

Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Neue Zugverbindung für Bremische Häfen

28.02.2006

Senator Kastendiek: Verbindung stärkt die Hinterlandanbindung der Hafenstandorte Bremen und Bremerhaven

Die Wirtschaft in den neuen Bundesländern und im Großraum Berlin rückt enger an die bremischen Häfen heran: Ab 1. März 2006 hält die Locon Logistik & Consulting AG werktags ein neues Zugangebot im kombinierten Ladungsverkehr bereit. Dadurch werden die Roland-Umschlaganlage in Bremen und das Güterverkehrszentrum Wustermark (bei Berlin) miteinander verbunden.


„Das Projekt stärkt die Hinterlandanbindung des Logistikzentrums Bremen/Bremerhaven. Gleichzeitig sorgt es für eine Entlastung von Straßen und Autobahnen“, betonte Bremens Wirtschafts- und Häfensenator Jörg Kastendiek. Die bremischen Häfen zählen mit einem Jahresumschlag von 54,3 Millionen Tonnen (2005) zu den großen maritimen Standorten Europas.


Der neue Güterzug kann Auflieger, Wechselbrücken und Container befördern. Als Verbindung im so genannten „Nachtsprung“ eignet sich der Zug auch für Sammelgutladungen. Es werden fünf Abfahrten pro Woche angeboten. Anlieferschluss in Wustermark ist um 19.45 Uhr; die Ankunft bei Bremen-Roland erfolgt um 3.30 Uhr morgens. In Gegenrichtung ist um 19 Uhr Anlieferschluss. Um 3.30 Uhr morgens kommt der Zug in Wustermark an.


Die Kieserling Spedition + Logistik GmbH Bremen war entscheidend an der Realisierung der neuen Verbindung beteiligt. Das Unternehmen sorgt dabei für eine Grundauslastung. Kieserling betreibt seit Jahrzehnten intermodale Verkehre. Die Zusammenarbeit von Locon und Kieserling schließt weitere Interessenten ein; der Zug ist offen für Dritte. Alle Speditionen und Verlader haben die Möglichkeit, ihre Ladung von der Locon-Bahn transportieren zu lassen.


„Der Osten Deutschlands spielt für die Häfen Bremen und Bremerhaven eine immer wichtigere Rolle“, sagte Senator Kastendiek. Ob Papier aus Schwedt für Abnehmer in den USA oder Holz aus Baruth für Empfänger in Fernost – die bremischen Häfen sind immer dabei. Zu den Umschlaggütern zählen neben Holz und Papier unter anderem Chemieprodukte, Maschinen und Anlagen. Inzwischen werden erhebliche Mengen Schnittholz aus Thüringen über Bremen-Stadt in die Vereinigten Staaten verschifft. Auch das neue Zellstoffwerk in Stendal (Sachsen-Anhalt) routet diverse konventionelle Partien via Bremen.


Wie Kastendiek ergänzt, gibt es inzwischen acht Container-Ganzzugverbindungen zwischen dem Standort Bremerhaven und Ostdeutschland. Zwei neue Verbindungen Richtung Dresden und Wustermark kommen in diesem Jahr hinzu.


Akquisitorisch werden die neuen Bundesländer – aber auch Nordhessen und Oberfranken – vom Berliner Regionalbüro der Bremen Keyports Marketing GmbH betreut.