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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Aussetzung von Innovision 2010 in der Wirtschaftsdeputation ist das falsche Signal

08.02.2006

Wenig Verständnis kann Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek für die Aussetzung des Programms Innovision 2010 in der heutigen Sitzung der Wirtschaftsdeputation aufbringen.


Bremen hat sich in den vergangenen Jahren durch gezielte Investitionen und Förderprogramme in neuen Technologien engagiert, um den notwendigen Strukturwandel aktiv zu gestalten. Bremen hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, im Jahr 2010 zu den Top-10-Technologie-
standorten in Deutschland zu gehören; hier ist noch viel zu tun.


„Der Technologie-Park ist in ganz Deutschland ein sichtbares Zeichen dafür, wie sich Bremen gewandelt hat. Bremen ist modern und innovativ und schafft Arbeitsplätze in neuen Technologien. Die Politik muss aber den inhaltlichen Rahmen setzen und darf sich dieser Verantwortung nicht entziehen“, betont Kastendiek.


Seit 2002 werden deshalb durch Innovision 2010 neue Themen im Bereich Logistik, Luft- und Raumfahrt, maritime Technologien und mobile Anwendungen im IuK-Sektor als Schwerpunkte durch die Ressorts bearbeitet. Dazu gehören insbesondere die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie der Transfer von Wissen in die regionalen Unternehmen. Deshalb orientiert sich die Wissenschaftspolitik ebenfalls an diesen Schwerpunkten. Hier arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand.


Auf Bitten der Wirtschaftsdeputation im vergangenen Jahr sollte das Programm Innovision 2010 nun für die Jahre 2007 bis 2010 fortgeschrieben und die Schwerpunkte konkretisiert werden. „Wir haben in der Vorlage eindeutige Schwerpunkte gesetzt und wollen mit der Planung ab 2007 beginnen. Diese Vorbereitung ist jetzt gestoppt worden – das ist außerordentlich bedauerlich“, so Kastendiek.


Es handelte sich um einen inhaltlichen und finanziellen Rahmen für künftige Maßnahmen, die durch weitere Entscheidungen der Gremien noch konkretisiert werden sollten. Es wäre heute keine einzige Investitionsentscheidung in konkrete Projekte gefallen.


Kastendiek: „Es lohnt sich – statt in abstrakten Investitionsquoten – in Inhalten zu denken. Bremen ist ein Logistikstandort, Wissenschaftsstandort und Wirtschaftsstandort, der sich weiterentwickeln muss.“