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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Senator Kastendiek kritisiert geplante Schließung der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Bremerhaven

16.01.2006

Intelligente Lösungen statt Kurzschlusshandlungen gefragt

Bremens Wirtschafts- und Häfensenator Jörg Kastendiek kritisiert das Vorhaben der Verbraucherzentrale, die Beratungsstelle in Bremerhaven zu schließen. Kastendiek: „In Zeiten, in denen jeder gezwungen ist, zu sparen, ist es nicht nachzuvollziehen, dass die Verbraucherzentrale ihre Einsparungen einseitig auf Kosten Bremerhavens umsetzt.“


Zwar wurden vom Wirtschaftsressort für die Jahre 2006 und 2007 moderat geringere Haushaltsansätze für die Verbraucherzentrale veranschlagt, aber das geschah aus Gründen der extrem schwierigen Haushaltslage Bremens und nicht, um sich von der Verbraucherzentrale in Bremerhaven zu trennen. Zum Vergleich: im Jahr 2005 beläuft sich der Zuschussbedarf der Verbraucherzentrale auf etwa 365.000 Euro, für 2006 sind 355.000, 2007 sind 347.000 Euro vorgesehen. Diese Beträge sind nach Auffassung Kastendieks geeignet, eine angemessene Verbraucherberatung zu finanzieren.


Der Senator: „Angesichts dieser Umstände kann man das Verhalten der Verbraucherzentrale nicht unterstützen. Statt nach intelligenten Lösungen zu suchen und neue Wege zu gehen, die Einkünfte aufzustocken, geht die Verbraucherzentrale einen zu einfachen Weg und will die Bremerhavener Beratungsstelle schließen. Damit geht Bremerhaven nicht nur die Beratungsstelle verloren, die Verbraucherzentrale verzichtet damit zusätzlich auf Einnahmen in Höhe von 28.840 Euro, die jährlich von der Stadt Bremerhaven als Zuschuss gezahlt werden. Insofern schneidet sich die Verbraucherzentrale weiter ins eigene Fleisch, denn die geplante Schließung liegt allein in ihrem Verantwortungsbereich.“


Senator Kastendiek stellt klar, dass er sich nicht in die Geschäftspraxis der Verbraucherzentrale einmischen will. Er weist aber darauf hin, dass die Verbraucherzentrale Verantwortung für das gesamte Land Bremen hat, d.h. nicht nur für die Stadt Bremen, sondern auch für die Stadt Bremerhaven. „Insofern ist die Entscheidung der Verbraucherzentrale, ihre Beratungsstelle in Bremerhaven zu schließen, abzulehnen“, sagt Kastendiek.