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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Senatoren fördern Forschungs- und Entwicklungsprojekt für den Luftfahrtstandort Norddeutschland

21.07.2005

Länderübergreifende Kooperation zwischen Hamburg und Bremen:

Bei ihrem heutigen Treffen in Hamburg bekräftigten der Senator für Wirtschaft und Häfen des Landes Bremen, Jörg Kastendiek, und der Hamburgische Senator für Wirtschaft und Arbeit, Gunnar Uldall, ihren Willen zur gemeinsamen Stärkung des Luftfahrtstandortes Norddeutschland. „Hamburg und Bremen kommt dabei als den wichtigsten Airbus-Standorten eine besondere Bedeutung zu“, betonten beide, „Das jetzt begonnene Forschungs- und Entwicklungsprojekt FLECS steht beispielhaft für die neue Form der länderübergreifenden Zusammenarbeit. Nicht nur für Airbus, auch für alle anderen norddeutschen Unternehmen der Luftfahrtindustrie ist dies längst Alltag.“


Hinter FLECS verbirgt sich der Aufbau einer Funktionalen Modellbibliothek für Klimaanlagen in Flugzeugen (Environment Control Systems). Durch dieses länderübergreifende Projekt wird nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Luftfahrtindustrie in Hamburg und Bremen gleichermaßen gestärkt, sondern das Netzwerk zwischen Industrie, Zulieferern und Hochschulen in Norddeutschland weiter ausgebaut.

Im Verbundprojekt FLECS –Funktionale Modellbibliothek des Environment Control Systems arbeiten die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) und die Bremer Firma CeBeNetwork gemeinsam mit Airbus an einem Computer gestützten Auslegungsverfahren für ein innovatives Klima-Luft-System eines Verkehrsflugzeuges. Dabei sollen unter Verwendung von kommerzieller Standardsoftware einzelne Komponenten des Klima-Luft-Systems mit allen technischen Funktionen in einer Gesamtsimulation abgebildet werden. Damit können insbesondere Konzepte zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zur Verbesserung der Luftqualität untersucht und beurteilt werden.


CeBeNetwork ist Anbieter von Ingenieurdienstleistungen und Informationstechnologien speziell für Flugzeug- und Fahrzeugindustrie dem Hauptsitz in Bremen und Niederlassungen unter anderem in Hamburg und Toulouse. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg ist die zweitgrößte Hochschule in der Hansestadt und die drittgrößte ihrer Art in Deutschland. Das Projekt wird im Department Fahrzeugtechnik und Flugzeugbau in der Fakultät für Technik und Informatik unter der Leitung von Prof.-Dr. Ing. Dieter Scholz durchgeführt. Von Airbus ist der Bereich „Engineering Air Systems Technologies and Processes“ beteiligt. Die HAW ist schwerpunktmäßig für das Projektmanagement, das Simulationsprogramm und die Verifikation, Airbus für die Definition der Anforderungen und die Systemtechnologie und CeBeNetwork für die Entwicklung der Simulationsmodelle zuständig. Die Hamburger Behörde für Wirtschaft und Arbeit unterstützt in dem Verbundprojekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren die HAW mit insgesamt rund 162.000 Euro, die BIA Bremer Innovations-Agentur GmbH fördert im Auftrag des Senators für Wirtschaft und Häfen des Landes Bremen CeBeNetwork mit rund 93.000 Euro.