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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

24-Millionen-Euro-Investition für mehr Umschlag auf der Auto-Logistikdrehscheibe Bremerhaven

28.01.2005

Gloystein: Ausbau des Auto-Terminals Osthafen stärkt Häfen- und Logistikstandort – Neue Liegeplätze und zusätzliche Stell- und Vorstauflächen

Im Bremerhavener Osthafen hat der Senator für Wirtschaft und Häfen, Bürgermeister Dr. Peter Gloystein, heute (Freitag, 28.1.2005) den ersten Rammschlag für den Bau einer etwa 550 Meter langen neuen Kaje vorgenommen. In den kommenden Monaten soll dort ein weiterer Liegeplatz für in der Überseefahrt eingesetzte große Auto-Transportschiffe entstehen. Das 24-Millionen-Euro-Projekt verbessert gleichzeitig die Abfertigungsmöglichkeiten für kleinere Carrier, die so genannten Feederschiffe. Außerdem wird durch eine Teilverfüllung des Osthafens eine neue, etwa 60.000 Quadratmeter große Landfläche geschaffen. Damit wird die Stellplatz- und Vorstaukapazität des zweitgrößten europäischen Autohafens vergrößert.


Mit der Erweiterung des Auto-Terminals Osthafen unterstreicht der Standort Bremerhaven nach den Worten Gloysteins seinen Anspruch als führende Drehscheibe der Fahrzeuglogistik. Bremerhaven sei mit einem Umschlag von mehr als 1,4 Millionen Fahrzeugen (2004) ein „big player“ unter den Autohäfen der Welt, sagte der Senator. „Mit dem Osthafenprojekt schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass dies so bleiben wird.“ bremenports hält eine Steigerung auf jährlich 1,6 bis 1,8 Millionen über Bremerhaven im- und exportierte Fahrzeuge für möglich.


Gloystein: „Über 80.000 Arbeitsplätze hängen von unseren Häfen und der Logistikbranche in Bremen und Bremerhaven ab. Deshalb ist eine aktive Investitionspolitik in unsere Häfen Kern einer erfolgreichen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik für unser Land. In diesem Sinne ist dieser heutige Rammschlag und dieses Hafenbauprojekt ein zentraler Meilenstein der Politik des Bremer Senats.“


Derzeit können im Osthafen zwei Großschiffe festmachen – eines an der Autokaje, das andere an der Weserportkaje, an der noch bis hinein in die 90-er Jahre Erz umgeschlagen wurde. Die Hafengesellschaft bremenports hatte in einem Masterplan für den Automobilhafen Bremerhaven einen wachsenden Bedarf an Liegeplätzen ermittelt und nachgewiesen, dass auch die Stellplatzkapazität erhöht werden muss.


„Am Osthafen“, so bremenports-Geschäftsführer Jürgen Holtermann, „wird ein äußerst flexibel nutzbares Hafenareal geschaffen – mit neuer Kaje, drei RoRo-Anlagen und 6 Hektar zusätzlicher Landfläche.“ Die Arbeiten sollen bis Mai 2006 dauern. Für die neue Spundwand müssen 269 Tragbohlen, 271 Zwischenbohlen und 272 Schrägpfähle im Boden versenkt werden. Dabei werden 7.000 Tonnen Stahl verarbeitet. Vor der neuen Kaje wird außerdem das Hafenbecken vertieft. Dabei fallen etwa 160.000 Kubikmeter Baggergut an, das als Füllmaterial für die entstehende Landfläche genutzt wird. Später werden die weichen Böden mit etwa 250.000 Kubikmetern Sand abgedeckt und verdichtet.