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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Messen bringen Menschen nach Bremen

05.05.2004

Bestehende Messen wachsen / Neue Produkte in Arbeit

270 000 Besucher, 3 700 Aussteller, 42 Veranstaltungen, 90 Veranstaltungstage plus 100 Tage Auf- oder Abbauzeiten – das ist die Bilanz des Veranstaltungsjahres 2003 im Messe Centrum Bremen. Zahlen, die für sich sprechen und den Aufwärtstrend belegen. Im Jahr 2002 waren es 250 000 Besucher auf 38 Veranstaltungen, denen 3100 Aussteller ihre Beratung oder Produkte anboten. „Wir freuen uns, dass das Konzept der Messe Bremen aufgeht, mehr neue Veranstaltungsthemen zu entwickeln, Nischen zu besetzen und dabei gleichzeitig große, bereits bestehende Veranstaltungen durch gute Argumente nach Bremen zu holen, so wie es beispielweise beim RoboCup geschehen ist“, sagt Bürgermeister und Senator für Wirtschaft und Häfen, Hartmut Perschau.

Eines der erfolgreichsten neuen Produkte der Messe Bremen ist die Bremen Classic Motorshow: Nach der Auftaktveranstaltung im Jahr 2003 konnte die Ausstellerzahl 2004 verdoppelt und die Besucherzahl gesteigert werden. Im kommenden Jahr wird das Ganze noch getoppt: Drei statt zwei Tage und alle Hallen auf der Bürgerweide plus ein Zelt werden den Fans automobiler Tradition zur Verfügung stehen. Auch der fahrrad.markt.zukunft kann noch immer wachsen – rund 15 Prozent mehr Aussteller waren es in diesem Jahr und ein Plus von 1 000 Besuchern. Die fish international, die bisher einzige regelmäßig stattfindende internationale Fachmesse Bremens, bewegt sich in einem konjunkturell schwierigen Markt – viele der Aussteller, die noch im Jahr 2002 dabei waren, gibt es nicht mehr – dennoch buchten die Veranstalter Stände für 423 Aussteller aus 41 Ländern. Das intensivmedizinische Symposium konnte die Besucherzahl leicht steigern und gehört zu den etabliertesten Veranstaltungen dieser Art in der Bundesrepublik.

In Sachen eigene Veranstaltungen ruht die Messe Bremen jedoch nicht: „Mit der „waste to energy“, einer internationalen Fachmesse und Konferenz für Energie aus Abfall und Biomasse, sind wir in der Szene auf großes Interesse gestoßen“, sagt Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen. Auch die „WissensWerte“, ein Fachkongress für Wissenschaftsjournalisten verspricht nicht zuletzt wegen der potenten Partner Bertelsmann-Stiftung und DJV (Deutscher Journalisten Verband) ein Erfolg zu werden. Prognosen, die dem Wirtschaftssenator entgegenkommen. „Mit Fachmessen, Kongressen und Tagungen holen wir die Menschen nach Bremen. Das sorgt für steigende Übernachtungszahlen, Umsatz und dafür, dass man über Bremen spricht“, sagt Perschau.

Nicht alle Ideen setzen sich durch: So wird es keine Mittelstandonline mehr geben. „Die Fachmesse für Internettechnologie für den Mittelstand hat schlicht und ergreifend zu wenige Besucher gebracht“, so Schneider. Dennoch möchte man von den Erfahrungen in diesem Bereich profitieren: Nachgedacht wird im Wirtschaftsressort und bei der Messe über eine Nachfolgeveranstaltungen mit anderem Schwerpunkt: gut angenommen wurde während der vergangenen Jahre der Norddeutsche Mittelstandstag, der mit Themen aufwartet, die dem Mittelstand unter den Nägeln brennen. „Hier müssen wir noch eine stimmige Finanzierung auf die Beine Stellen,“ so der Senator.

Auch in anderen Bereichen werden neue Themen recherchiert: Die Bremen Classic Motorshow führte zu exzellenten Kontakten in der Szene der Sammler historischer Boote – gekoppelt mit einem Markt für gebrauchte Boote könnte dies ein neues Thema sein. Ebenfalls in der Pipeline sind die Themen „Jazz und Management“, Motorrad und eine Logistik Messe.