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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Wassertransporte als nationale Aufgabe

15.04.2004

Beirat des “Short Sea Shipping Promotion Center” traf sich in Bremen

Unter Vorsitz des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen(BMVBW) tagte heute, 15.April 2004, der Beirat des „Short Sea Shipping Promotion Center“ (SPC) Deutschland in Bremen. Darin sind die Küstenländer, Nordrhein-Westfalen und der Bund vertreten. Hinzu kommen Vertreter aller für den Güterverkehr relevanten Verbände, also Zentralverbände der deutschen Seehafenbetriebe, der deutschen Schiffsmakler, der deutschen Seehafenspediteure, wichtige Reedereien der europäischen Kurzstreckenseeschifffahrt sowie die Verkehrswissenschaft.

Ziel des Beirates ist es, das SPC Deutschland bei seinen Aktivitäten zur Verkehrsverlagerung von Gütern vom Land auf das Wasser zu unterstützen. Dies betrifft nicht nur den Seeverkehr, sondern auch die Binnenschifffahrt.


In der Sitzung in Bremen wurde über die Arbeit des SPC Deutschland berichtet: 44 Millionen Tonnenkilometer sind durch 19 Verlagerungsprojekte auf die europäische Küstenschifffahrt verlagert worden. Das entspricht 5.000 Fahrten eines voll beladenen 40 t – LKWs zwischen den deutschen Seehäfen und dem Ruhrgebiet.


Die Mitgliedschaft in dem das SPC tragenden Verein wächst seit seinem Bestehen 2001 ständig an, da mehr und mehr Häfen, Unternehmen und Verbände die Möglichkeiten erkennen, die ihnen das SPC Deutschland durch eine hervorragende Datenbasis über Transporte leisten kann. Dabei geht es nicht nur um Kostenersparnis für die Unternehmen, sondern auch um Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit von Transporten. Erinnert sei hier an die just in time – Verkehre oder an Gefahrguttransporte.

Das erfreuliche Ergebnis der heutigen Sitzung ist, dass das BMVBW, alle Küstenländer sowie Nordrhein-Westfalen erklärt haben, die Arbeit des SPC Deutschland sei außerordentlich erfolgreich und müsse in jedem Falle weiter unterstützt werden, nicht nur ideell, sondern auch finanziell.

Der Senator für Wirtschaft und Häfen, Bürgermeister Hartmut Perschau, erklärte dazu: „Bremen hat von allen Seehäfen als erstes die Zeichen der Zeit erkannt und das SPC Deutschland 2001 mit initiiert. Jetzt hat Bremen auch als erstes Bundesland seine Bereitschaft zur weiteren Unterstützung des SPC zugesagt.“


Dies wird als Public Private Partnership zwischen Wirtschaft und Öffentlicher Hand konstruiert und soll spätestens ab 2008 auf eigenen privatwirtschaftlichen Füßen stehen.Strategisch wurde in der Sitzung festgelegt, dass noch mehr als bisher die Binnenschifffahrt gefördert werden soll. Gleichzeitig werden in Zukunft gezielter die großen Verlader, als Produzenten von Gütern in großen Mengen angesprochen, um sie von der Qualität der Wassertransporte zu überzeugen.