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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Senator Perschau: Weltwirtschaftliche Belebung lässt das Containergeschäft in Bremerhaven weiter wachsen

30.12.2003

Senator rechnet 2004 mit einem Umschlagplus von 7 bis 8 Prozent

Bremens Wirtschafts- und Häfensenator Hartmut Perschau erwartet im kommenden Jahr erneut ein deutliches Wachstum des Umschlags im viertgrößten Containerhafen Europas. Wie der Senator am Dienstag (30. Dezember 2003) mitteilte, rechnet er an der – kürzlich um einen auf zehn Großschiffsliegeplätze verlängerten – Bremerhavener Stromkaje 2004 mit einem Umschlagplus von 7 bis 8 Prozent. Dies entspräche einem Jahresumschlag von 3,4 Millionen TEU (Umschlag 2003: rund 3,2 Millionen TEU).

Senator Perschau ist davon überzeugt, dass die Konsolidierung der Weltwirtschaft im kommenden Jahr weitere Fortschritte machen wird. Wachstumsorientierte Volkswirtschaften wie die USA und die Volksrepublik China werden nach den Worten des Senators die Motoren dieser Entwicklung sein. Die Aufnahme von zehn Staaten in die Europäische Union werde dem internationalen Hafen- und Logistikgeschäft einen weiteren Schub geben. Senator Perschau: „Außerdem wird die Hafengruppe Bremen/Bremerhaven davon profitieren, dass die deutsche Wirtschaft sich anschickt, nach drei Jahren der Stagnation wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren.“

Aus aktuellem Anlass erneuerte der Senator seine Forderung nach dem zügigen Ausbau der Außenweser-Fahrrinne vor Bremerhaven. Häfensenator Hartmut Perschau: „Wie wichtig die Vertiefung für die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung des zweitgrößten deutschen Universalhafens ist, zeigt die wachsende Zahl der Großcontainerschiffe, die den Standort mit übergroßen Tiefgängen anlaufen oder verlassen.“

Noch im Jahre 2000, so der Senator, brachten es lediglich 39 für Bremerhaven bestimmte Containerschiffe auf einen Abladetiefgang von mehr als 12,60 Meter. Diese Zahl stieg 2002 bereits auf 79. Das Jahr 2003 habe einen massiv verstärkten Trend zu größeren Tiefgängen gezeigt, sagte Perschau: Von Januar bis November wuchs deren Zahl massiv, und zwar auf 223 Schiffe. Der höchste tatsächlich in der Außenweser-Fahrrinne erreichte Tiefgang eines Containerschiffs lag im gleichen Zeitraum bei 14,40 Meter. Bremerhaven kann tideunabhängig lediglich von Schiffen mit maximal 12,80 Meter Tiefgang angelaufen werden.

Senator Perschau: „Die jüngsten Zahlen zeigen, dass der Trend zu größeren Schiffen mit wachsenden Tiefgängen unumkehrbar ist. Die von Bremen befürwortete Vertiefung der Fahrrinne um etwa einen Meter wird die Erreichbarkeit unseres Welthafens entscheidend verbessern.“

Um der steigenden Nachfrage der Schifffahrt zu begegnen, hatte Bremen im November 2003 einen weiteren, 340 Meter langen Kajenabschnitt – Projekt CT IIIa – an den Terminalbetreiber North Sea Terminal Bremerhaven (NTB) übergeben. Nur ein halbes Jahr nach diesem Termin, im Mai 2004, sollen bereits die Bauarbeiten für Containerterminal (CT) IV beginnen. Die nächste Norderweiterung der längsten Kaianlage Europas soll bis 2007/2008 Platz für vier weitere große Containerschiffe bieten.