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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Klimahaus: Senat trifft Konzenptentscheidung zur touristischen Entwicklung der Seestadt

13.08.2002

Aus der heutigen Senatssitzung (13.8.2002):
Klimahaus soll jährlich 600.000 Besucher begeistern


Heute (13.8.2002) hat der Ausbau der touristischen Infrastruktur in Bremerhaven durch das geplante „Klimahaus“ eine weitere Hürde genommen. Der Senat beschäftigte sich in seiner Sitzung mit den Planungen und gab dabei grünes Licht für das Konzept von Petri & Tiemann. Wirtschaftssenator Josef Hattig: „In Bremerhaven soll eine touristische Großattraktion von internationalem Rang entstehen. Diese wird das touristische Angebot der Seestadt sinnvoll ergänzen und die Stadt für Besucher noch deutlich interessanter machen.“


Das Klimahaus weist folgende Eckdaten auf:
· attraktives Edutainment-Konzept, das sich dem Generalthema „Klima“ widmet,
· enger inhaltlicher Zusammenhang mit dem Alfred-Wegener-Institut,
· Investitionskosten: 69 Millionen €,
· erwartete Besucherzahl: 600.000 pro Jahr,
· grundsätzliche Bereitschaft von Petri & Tiemann, die Einrichtung zu betreiben.


Das Unternehmen Petri & Tiemann, das bereits das Bremer „Universum“ entwickelt hat und erfolgreich betreibt, hat sich mit seinem Konzept im Vorfeld gegen das von Nausicaá (Boulogne-sur-Mer) entwickelte „Klimarium“-Konzept durchgesetzt. Um beide Konzepte vergleichen und bewerten zu können, war die Freizeit- und Tourismusberatung GmbH (ift) mit einer Analyse beauftragt worden. Außerdem hat die FIDES Bremen die Projekte unter betriebswirtschaftlichen Kriterien untersucht.


Klimahaus und Klimarium besitzen laut Senatsvorlage „eine ausgesprochen hohe Gleichrangigkeit hinsichtlich ihrer touristischen Attraktivität, Wertigkeit und Qualität“. Für das Klimahaus spricht laut ift-Analyse unter anderem, dass es sich besser in die maritime Prägung Bremerhavens fügt und Synergien mit anderen vorhandenen oder geplanten Einrichtungen erzielt. Über das Thema Klima, mit dem sich weltweit in dieser Konsequenz kein anderes Edutainment- oder Science-Center beschäftige, kann die geplante Einrichtung eine Alleinstellung im Markt erzielen.


Die Besucher des Klimahauses sollen sich nach den Vorstellungen der Planer drei bis vier Stunden lang in der Einrichtung aufhalten. Insgesamt sollen etwa 100 Arbeitsplätze entstehen (Gastronomie nicht mitgerechnet).


Am Donnerstag dieser Woche wollen sich die Wirtschaftsförderungsausschüsse des Landes Bremen ebenfalls mit dem Bremerhavener Klimahaus und der Entwicklungsplanung Alter/Neuer Hafen beschäftigen. Dabei sollen die weiteren Planungsmittel für dieses Projekt freigegeben werden.