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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Senat beschloss Planungsmittel für Visionarum

30.07.2002

Aus der heutigen Sitzung des Senats (30.7.2002):

Senator Hattig: Erfolgsgeschichte des Universum soll fortgeschrieben werden


Der Senat hat heute (30.7.2002) die geplante Ergänzung des Universums durch ein „VISIONARUM“ begrüßt und beschlossen, eine Million Euro für die weitere Planung zur Verfügung zu stellen. „Das Universum hat die Erwartungen übertroffen. Das Visionarum soll diese bremische Erfolgsgeschichte fortschreiben. Unter Federführung des Wirtschaftsressorts wurde in den vergangenen Monaten konzentriert an diesem Projekt gearbeitet. Jetzt ist ein Stadium erreicht, dass die Freigabe von Planungsmitteln rechtfertigt“, sagte Wirtschafts- und Häfensenator Josef Hattig. Er freue sich über die positive Resonanz, die das Projekt bereits vor dem heutigen Senatsbeschluss in der Öffentlichkeit erfahren habe und werte diese als Anerkennung der zielführenden Arbeit seines Ressorts.

Das Universum gilt als Pioniereinrichtung und erfolgreicher Prototyp einer Wissenschafts- und Erlebnisausstellung. Es trägt entscheidend dazu bei, das Profil Bremens als moderner Wissenschaftsstadt zu schärfen. Dieser Standortvorteil soll mit dem Visionarum gefestigt und ausgebaut werden. Hattig: „Das Visionarum wird ein weiterer Baustein im touristischen Angebot Bremens. Es wird von der überregionalen Bekanntheit des Universums profitieren können.“ Nach wie vor setze die Stadt auf den Tourismus, um den Anteil der überregional wirksamen Dienstleistungen zu erhöhen, ergänzte der Senator. Aber auch für das bestehende Universum ergeben sich Vorteile: die bisherigen hohen Besucherzahlen sollen durch das Visionarum stabilisiert werden.

Das Visionarum soll in räumlicher Fortsetzung des Universums ebenfalls Wiener Str. / Ecke Universitätsallee errichtet werden. Klare geometrische Formen und eine zum Universum hin geneigte Ebene sollen das Erscheinungsbild des Visionarum bestimmen. „Wie das Universum wird auch das Visionarum einen architektonischen Akzent in Bremen setzen“, so Hattig.

Inhaltlich setzt das Konzept auf die enge Kooperation mit der Universität, den Hochschulen und innovativen Unternehmen des Landes. Sie sollen nicht nur zur inhaltlichen Entwicklung und Ausrichtung beitragen, sondern auch an der Weiterentwicklung der Ausstellung beteiligt werden. Während sich das Universum programmatisch mit der Vergangenheit beschäftige, wird das Visionarum das „Heute“ und das „Morgen“ thematisieren. Das Motto: „Der Zukunft begegnen“. Ein Schwerpunkt werden die so genannten „Life Cycles“ sein. Diese spannen den Bogen von einer einzelnen Zelle hin zur Darstellung komplexer ökologischer Systeme. Des weiteren soll die Veränderung der Gesellschaftsstrukturen durch Industrialisierung und den technologischen Fortschritt thematisiert werden. Gerade die Auswirkungen auf die sozialen Systeme werden bislang nur in sehr geringem Umfang von anderen Science-Centern aufgegriffen werden.

Abgerundet wird das Visionarum mit einem „Theater der Entdeckungen“, in dem modernste technische Medien eingesetzt werden und so etwa 300 – 400 Zuschauern völlig neue Sichten eröffnet. Hinzu kommen eine Gläserne Werkstatt, ein Experimentarium und ein Jugendgästecamp.

Bei der Realisierung soll es – wie bereits beim Universum – eine Partnerschaft zwischen privaten Investoren und der öffentlichen Hand geben. Dabei ist zwischen den reinen Bauinvestitionen und den Investitionen für die Erstausstattung / Exponate zu unterscheiden. Während für den Bau ein großer Teil privat investiert wird, ist die Erstausstattung ausschließlich öffentlich zu finanzieren. Insgesamt werden Investitionen in Höhe von etwa 55,8 Millionen Euro erwartet. Der Anteil Bremens liegt bei etwa der Hälfte. Selbstverständlich werden die Vorschriften über die Vergabe öffentlicher Aufträge eingehalten. Es ist vorgesehen, die Bauplanung und die Bauleistungen europaweit öffentlich auszuschreiben.

Im Jahr 1999 wurde das Science Center Universum eröffnet. Bereits im ersten Jahr hatte die Besucherzahl mit 500.000 Besuchern die Erwartungen deutlich überschritten. Diese Entwicklung setzte sich im zweiten Betriebsjahr fort. Eine Folge dieser Entwicklung: Aktuell werden 100 Vollzeit- und 80 Teilzeitkräfte beschäftigt. Diese Zahlen liegen ebenfalls deutlich über den Erwartungen von 50 Arbeitsplätzen.