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Lloyd Werft und Genting Group schließen Zukunftsvertrag

Neues Kapitel und Renaissance für den Schiffbau in Bremerhaven / Mehrere Hundert neue Arbeitsplätze erwartet

18.09.2015

Im Gobelinzimmers des Bremer Rathauses wurde gestern Abend (Donnerstag, 17. September 2015) in feierlichem Rahmen ein für die Werftindustrie im Land Bremen und der Stadt Bremerhaven herausragender Vertrag unterzeichnet. Vertragspartner sind die Lloyd Werft in Bremerhaven und die aus Malaysia stammende und in Hong Kong ansässige Genting Group, deren Inhaber Lim Kok Thay eigens mit Frau und Sohn angereist war. Inhalt der Vereinbarung sind zum einen der Bau von zunächst fünf Kreuzfahrtschiffen der nächsten Generation sowie der Einstieg der Genting Group als Anteilseigner in die Lloyd Werft Bremerhaven als strategischer Partner. Das verleihe dem Bremerhavener Unternehmen eine Stabilität, die andere Werften auf der Welt vermissen, so Lim Kok Thay im Rahmen der anschließenden Pressekonferenz im Senatssaal. Man pflege schon seit vielen Jahren gute geschäftliche Beziehungen zum Beispiel über die Tochterunternehmen Star Cruises und Norwegian Cruise Line. Diese Partnerschaft werde jetzt intensiviert und auf eine neue Grundlage gestellt.

Das obligatorische Gruppenfoto zum feierlichen Anlass: Lim Kok Thay, Bürgermeister Sieling und Senator Günthner (6.,7.u.8.v.l.) mit den weiteren Vertragspartnern und Beteiligten im Senatssaal des Rathauses, JPG, 117.0 KB
Das obligatorische Gruppenfoto zum feierlichen Anlass: Lim Kok Thay, Bürgermeister Sieling und Senator Günthner (6.,7.u.8.v.l.) mit den weiteren Vertragspartnern und Beteiligten im Senatssaal des Rathauses

Zur Vertragsunterzeichnung im Rathaus eingeladen hatte Bremens Bürgermeister Carsten Sieling, der die weitreichende unternehmerische Entscheidung lobte: "Das ist natürlich ein guter Tag für die wirtschaftliche Entwicklung in Bremen und Bremerhaven, vor allem aber für die Menschen. Damit erhält die Lloyd Werft eine neue breitere geschäftliche Basis und kann sich für die Zukunft gut aufstellen." Mehr Beschäftigte würden gebraucht, das belebe den Arbeitsmarkt in Bremerhaven und der Region. So werde die Werftindustrie vom Sorgenkind zu einem Leuchtturm der Wirtschaft im Land Bremen.

Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner ergänzte, es sei völlig klar, dass das Land seine wirtschaftspolitische Verantwortung auch weiterhin wahrnehmen werde. "Da wo wir gefordert sind, und das ist das Thema Bereitstellung einer funktionsfähigen Infrastruktur, werden wir handeln. Und wir werden dort natürlich auch handlungsfähig sein." Zurzeit seien bremenports und die Werft mit Hochdruck dabei, die Sanierung der benötigten öffentlichen Kajen planerisch voranzutreiben. "Alle Beteiligten werden gemeinsam sicherstellen, dass die Kaje in der erforderlichen Länge dann zur Verfügung steht, wenn sie benötigt wird", so Günthner.

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz begrüßte den Zusammenschluss der beiden Unternehmen und hieß die neuen Teilhaber an der Lloyd Werft herzlich willkommen. Er freue sich über die zukünftige gemeinsame Zusammenarbeit und sicherte die Unterstützung Bremerhavens zu.

Foto: Senatspressestelle