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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Senator Hattig legt offizielle Ergebnisse des Hafenumschlags 2001 vor

18.02.2002

Bremische Häfen behaupten sich im Wettbewerb – Containerumschlag: Erneut Marktanteilsgewinne erzielt

Im vergangenen Dezember gab es nur eine erste Schätzung, jetzt liegen die genauen Ergebnisse des Seegüterumschlags in der Häfengruppe Bremen / Bremerhaven für 2001 vor: Nach Angaben von Wirtschafts- und Häfensenator Josef Hattig bauten die Terminals im Zwei-Städte-Staat ihren Gesamtumschlag auf 46,134 Millionen Tonnen (Vorjahr: 44,968 Millionen Tonnen) aus. Gegenüber 2000 war dies ein Plus von 2,6 Prozent. Dass die Statistiker erneut ein Rekordjahr für die Bremischen Häfen verbuchten, war vor allem der erneuten Zunahme des Containerumschlags zu verdanken – plus 1,8 Millionen Tonnen; dies entspricht einem Wachstum von 6,5 Prozent. Das konventionelle Stückgut legte um etwa 0,1 Millionen Tonnen (plus 1,5 Prozent) zu, während beim Massengut ein Rückgang von 0,7 Millionen Tonnen (minus 6,3 Prozent) verzeichnet wurde.

Der Hafenstandort Bremerhaven verbesserte sich in allen bedeutenden Segmenten des Umschlags (Automobile, Container, Früchte). An der Wesermündung gab es mit insgesamt 32,3 Millionen Tonnen gegenüber 2000 einen Zuwachs von 7,0 Prozent. Der vom Massengut geprägte Umschlag in Bremen-Stadt betrug 13,8 Millionen Tonnen (minus 6,5 Prozent). Rückläufig war hier der Umschlag von Getreide und Futtermitteln sowie von flüssigen Massengütern.

Container: Überdurchschnittliches Wachstum

Fast zwei Drittel des gesamten Ladungsaufkommens der Zwillingshäfen entfielen im vergangenen Jahr auf den Containerumschlag. Hier stieg die Umschlagsleistung von 27,5 auf 29,3 Millionen Tonnen. Dies entsprach einem Plus von rund 180.000 TEU auf mehr als 2,9 Millionen TEU. Mit dem 6,5-prozentigen Plus im Boxenumschlag lag die Häfengruppe Bremen / Bremerhaven auch 2001 deutlich über dem durchschnittlichen Wachstum aller vier großen Containerhäfen in der Hamburg-Antwerpen-Range (plus 3,1 Prozent). Der Marktanteil der Bremischen Häfen im Wettbewerb mit Antwerpen, Rotterdam und Hamburg stieg deshalb von 15,08 (2000) auf 15,57 Prozent.

Angesichts der weltwirtschaftlichen Probleme des Jahres 2001 sprach Senator Hattig am Montag (18.2.2002) von einem respektablen Containerergebnis für die Bremischen Häfen. Nach Hamburg habe Bremerhaven beim Umschlag der genormten Transportbehälter den zweithöchsten Zuwachs unter allen nordwesteuropäischen Groß- und Universalhäfen erzielt. Zum Vergleich: In Rotterdam gab es 2001 erneut einen Rückgang des Containerumschlags, und Antwerpen blieb unterhalb des Bremerhavener Wachstumswertes.

Konventionelles Stückgut: Leichte Zunahme

Beim konventionellen Stückgut erhöhte sich der Umschlag in Bremen und Bremerhaven um etwa 0,1 auf 6,4 Millionen Tonnen. Damit übertreffen die Stückgutergebnisse der Terminals an der Weser deutlich die Resultate aller anderen deutschen Nordseehäfen. Den größten Anteil am konventionellen Stückgutaufkommen in den Bremischen Häfen hatte der Automobilumschlag. Hier gab es gegenüber 2000 ein Plus von 10 Prozent auf rund 1,21 Millionen Fahrzeuge. 2001 wurden erstmals mehr 700.000 Autos via Bremerhaven exportiert. Bei den Auto-Importen konnten die Umschlagszahlen des Vorjahres nicht ganz erreicht werden.

Massengut: 10 Millionen Tonnen in Bremen-Stadt

Beim Massengut wurde das Vorjahresergebnis von 11,1 Millionen Tonnen um 0,7 Millionen Tonnen unterschritten. Von rund 10,4 Millionen Tonnen Massengütern, die 2001 in den Zwillingshäfen umgeschlagen wurden, entfielen exakt 10,0 Millionen Tonnen auf Bremen-Stadt. Damit wurden in Bremen-Stadt erneut über 95 Prozent des bremischen Massengutumschlags abgewickelt.

Bei der mengenmäßig wichtigsten Güterart, den Eisenerzen, war der Umschlag im Jahre 2000 gegenüber 1999 von 3,8 auf 5 Millionen Tonnen gestiegen. 2001 wurde die Vorjahresmenge erreicht.

Beim flüssigen Massengut ist nach importierten Mineralölprodukten und Rohöl-exporten zu unterscheiden. Der Mineralölempfang lag 2001 mit 1,6 Millionen Tonnen rund 200.000 Tonnen unter den Ergebnissen der Jahre 1999 und 2000. Die Exporte aus der bremischen Rohölkaverne blieben in diesem Jahr aus, so dass hier ein Minus von 170.000 Tonnen verzeichnet wurde.