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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Preis der Deutschen Außenwirtschaft 2001 für die C. H. Erbslöh KG

09.10.2001

Mittelständisches Chemiehandelsunternehmen wird zum Auftakt des 4. Deutschen Außenwirtschaftstages für sein erfolgreiches europäisches Vertriebskonzept ausgezeichnet


Die C. H. Erbslöh KG aus Krefeld erhält den Preis der Deutschen Außenwirtschaft 2001. Das europaweit tätige, mittelständische Unternehmen ist ein renommierter Spezialist für den Groß- und Außenhandel mit Spezialchemikalien und Industriemineralien. Es wird am heutigen Dienstag Abend (9. Oktober) während eines Senatsempfanges in der Oberen Ratshaushalle anlässlich des 4. Deutschen Außenwirtschaftstages für seine herausragenden und beispielhaften Erfolge auf dem heiß umkämpften gesamteuropäischen Markt geehrt. Die Laudatio auf den Preisträger hält der Präses der Handelskammer Bremen, Dr. Dirk Plump.


Die Handelskammer ist neben den vier weiteren Trägern der Veranstaltung – dem Bundesverband des deutschen Exporthandels (BDEx), dem Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie der Hansestadt Bremen – Stifter des ideellen Preises. Das preisgekrönte Unternehmen erhält eine bronzene Skulptur des Bremer Künstlers Professor Bernd Altenstein. Das Kunstwerk zeigt eine weit geöffnete Hand, in der der Bremer Schlüssel liegt.


Der Preis der Deutschen Außenwirtschaft ist erstmals im Jahre 1999 anlässlich des 3. Deutschen Außenwirtschaftstages ausgelobt und an das Unternehmen Digisound-Electronic GmbH aus Norderstedt bei Hamburg, einem Hersteller akustischer Signalgeber, verliehen worden.



Der Jury gehörten an: Carl Graf Hohenthal, stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter Wirtschaft der Tageszeitung DIE WELT – Medienpartner des diesjährigen Kongresses –, Michael Pfeiffer, Leiter des Fachbereichs Außenwirtschaft des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Wolfhart Putzier, geschäftsführender Gesellschafter der Jebsen & Jessen GmbH & Co. KG und Vizepräsident des Bundesver-bandes des Deutschen Groß- und Außenhandels e.V. (BGA), Professor Dr. h.c. Bernd-Artin Wessels, Vizepräses der Handelskammer Bremen und Vorsitzender des DIHK-Außenwirtschaftsausschusses.



Der Preisträger: C. H. Erbslöh KG

Das Unternehmen ist Distributor für Spezialchemikalien und Industrie- mineralien in mehr als einem Dutzend unterschiedlicher Wirtschaftszweige wie z.B. die Gummi-Industrie, die chemische und pharmazeutische oder Leiterplatten-Industrie. C. H. Erbslöh vertritt Chemiekonzerne und mittelständische Unternehmen aus der ganzen Welt und vertreibt deren Produkte exklusiv in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Benelux-Staaten, in Polen, Ungarn und Tschechien. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren ein stetiges quantitatives wie qualitatives Wachstum erzielt. Es verfügt über ein modernes Chemie-Hochregallager mit Gefahrgutkammern, ein Tanklager für großvolumige Spezialchemikalien sowie ein eigenes Labor für Kundendienst und Qualitätskontrolle.


Die Jury des Deutschen Außenwirtschaftspreises honoriert mit der C. H. Erbslöh KG ein mittelständisches Unternehmen, das im Zuge einer expansiven, vierstufigen Außenwirtschaftsstrategie innerhalb von nur fünf Jahren wichtige europäische Märkte erschlossen und dabei Umsatz, Ertrag und Beschäftigung gesteigert hat. Zu dem erfolgreich umgesetzten Konzept gehörten vorrangig der Aufbau eines europaweiten Vertriebs sowie der Ausbau des Standortes Krefeld als europäische Logistikzentrum, die Ausweitung der weltweiten Bezugsquellen und die Erhöhung der Lieferantenvertretungen für ganz Europa. Mit Neugründungen von Töchtern oder Übernahmen hat sich Erbslöh ab 1997 sukzessive in Polen, den Niederlanden, Österreich, Litauen, der Schweiz und Frankreich engagiert. Allein vom Lager Krefeld aus steigt der mengenmäßige Produktverkauf an die sechs ausländischen Töchter in diesem Jahr gegenüber 2000 um 77 Prozent.


Ein wichtiger Schritt war 1999 die Gründung der unabhängigen, europaweiten Distributoren-Allianz LEL. LEL bietet den Herstellern von Spezialrohstoffen einen technisch orientierten Verkaufs- und Distributionsservice in einem oder mehreren europäische Länder über lokale Niederlassungen an.


Erbslöh will seine Expansion auf dem europäischen Markt in Zukunft weiter forcieren. Entwicklungspotenziale sieht das Unternehmen vor allem in Skandinavien und in den mittelosteuropäischen EU-Beitrittskandidaten. Neben einer Erweiterung der Vertretungen für ganz Europa stehen auch die Entwicklung kundenspezifischer Produkte und der Einstieg in neue Geschäftsfelder auf dem Programm. Hier kommt dem Marktsegment Umweltschutz eine tragende Rolle zu.



Kennziffern


  • Persönlich haftender Gesellschafter: Carl Hugo Erbslöh IV. Er führt das 125-jährige Unternehmen in der vierten Generation.

  • •Gründung: Der damals 26-jährige Unternehmersohn Carl Hugo Erbslöh gründet im Jahre 1876 in Düsseldorf die Firma C.H. Erbslöh, einen Großhandel mit Schwer-chemikalien: Sodaprodukte, Salze, Chlorkalk und Säuren, Stärkeprodukte und Im-porte italienischen Schwefels.

  • Mitarbeiter (2001): 96

  • Umsatz: 38,1 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2000/2001)

  • Geschäftsfeld: produktionsverbindender Groß- und Außenhandel für Spezialchemikalien und Industriemineralien; Exklusiv-Vertretung von ausländischen Produzenten.

  • Tochterunternehmen in Polen, den Niederlanden, Österreich, Schweiz, Frankreich, Litauen.

  • Mitglied der europäischen Distributionsplattform LEL: LEL ist eine 1999 gegründete Allianz unabhängiger nationaler Distributoren aus Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal und Italien für Spezialchemikalien und Industriemineralien. Mit einem Gesamtumsatz von 130 Millionen Euro ist die LEL-Gruppe mittlerweile der drittgrößte europäische Anbieter auf diesem Sektor.

  • 1992 wurde der Firmenssitz von Düsseldorf nach Krefeld verlegt. Dort befindet sich das Logistikzentrum für Europa.


Weitere Infos - Web-Links:

www.cherbsloeh.de,

www.aussenwirtschaftstag.de,

www.handelskammer-bremen.de