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Der Senator für Inneres

Pressemitteilung mit Foto Dopingbekämpfung und illegale Sportwetten: SMK-Vorsitzender Thomas Röwekamp erläutert die Beschlüsse der 30. Sportministerkonferenz der Länder in Bremen

22.09.2006

Nach intensiven Beratungen und Einzeldebatten aus der thematischen Bandbreite der internationalen sowie bundesdeutschen Sportpolitik ist heute Mittag (22.9.2006) in Bremen die diesjährige Sportministerkonferenz (SMK) zu Ende gegangen. Die Sportminister und -senatoren der Länder tagten seit Donnerstag (21.9.) in der Hansestadt unter dem Vorsitz des Bremer Innen- und Sportsenators, Bürgermeister Thomas Röwekamp.


Von links: DOSB Präsident Dr. Thomas Bach, Staatsminister Steffen Flath (Sachsen), Ingelore Rosenkötter (Präsidentin Bremer Landessportbund), Staatssekretär Thomas Härtel (Berlin), Ministerin Gerlinde Kuppe (Sachsen Anhalt), Minister Holger Rupprecht (Brandenburg), Minister Helmut Rau (Baden Württemberg), Peter Dettmar (Auswärtiges Amt), Minister Jürgen Reinholz (Thüringen), Senatorin Alexandra Dinges-Dierig (Hamburg), Walter Eschweiler (Auswärtiges Amt), Senator Thomas Röwekamp (Bremen), Ulrich Gudat (Innenministerium Schleswig Holstein), Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland), Minister Dr. Ingo Wolf (Nordrhein-Westfalen), Minister Uwe Schünemann (Niedersachsen), Staatssekretär Karl Freller (Bayern).


„Wir haben eine erfolgreiche SMK absolviert und in den vergangenen zwei Tagen gemeinsam mit einer Vielzahl konkreter Beschlüsse unsere sportpolitischen Positionen verdeutlicht“, erklärte der SMK-Vorsitzende Röwekamp im Anschluss an die Sitzung, „und gemeinsam mit den Spitzenverbänden des Sports werden wir uns auf allen politischen Ebenen auch weiterhin für die Sache des Sports einsetzen.“
„Im Mittelpunkt unserer Jahrestagung standen unter anderem Studien zur gesellschaftlichen Bedeutung des Sports, die Zukunft der Sportwetten sowie härtere Maßnahmen gegen Doping-Missbrauch, gerade dieses Thema nahm in der Debatte breiten Raum ein“, erläuterte Thomas Röwekamp in der Abschluss-Pressekonferenz.
„Dabei haben wir seit unserer Zusammenkunft 2005 in Bremerhaven insbesondere beim Umgang mit Dopingmissbrauch im Sport eine wachsende öffentliche und politische Sensibilität festgestellt,“ so der SMK-Vorsitzende. Vor dem Hintergrund der öffentlichen Debatte hob Röwekamp hervor, dass zwischen DOSB und SMK „weitgehend Einigkeit darin besteht, Doping im Sport zu ächten“. Entsprechende Initiativen des DOSB und des Freistaats Bayern würden nun intensiv abgearbeitet.
Röwekamp warb dabei um die Vereinbarkeit von Straf- und Sportgerichtsbarkeit: „Ein strengeres Vorgehen gegen Dopingsünder – und dazu zählen für mich nicht nur Trainer und Betreuer, sondern auch die überführten Sportler selbst – durch Strafrechtsänderungen schließt doch nicht aus, dass die Sportverbände wie bisher auch Verstöße durch eigene Sanktionen im Rahmen ihrer Sportgerichtsbarkeit ahnden.“

Beim Thema Sportwetten betonten die Sportsenatoren und –minister der Länder die Bedeutung von Toto- und Lottoerträgen zur Finanzierung des Breitensports und anderer gemeinnütziger Zwecke und begrüßten das einhellige Votum aller Regierungschefs der Länder, am staatlichen Glücksspielmonopol festhalten zu wollen.
„Dass die Länder und Kommunen nun gegen sog. private, illegale Wettanbieter vorgehen, ist vor dem Hintergrund dieser Länder-Beschlüsse und der Bestätigung verschiedener Gerichtsinstanzen nur folgerichtig. Das Vorgehen des Staates richtet sich ausdrücklich nicht gegen den Sport oder einzelne Vereine, die mit illegalen Wettanbietern als Werbepartner aufgetreten sind,“ betonte Röwekamp, „sondern dient der Begrenzung und Bekämpfung der Spielsucht und des illegalen Glücksspiels.“ Privates Glücksspiel mit all seinen negativen Begleiterscheinungen für die Bürger und die Gesellschaft dürfe nicht weiter ausufern. „Das staatliche Glücksspielmonopol dient gemeinnützigen Zwecken, während die sog. privaten Wettanbieter, die ihren Sitz oftmals im Ausland haben, allein privatwirtschaftliche Ziele verfolgen.“

„Ausführlich haben wir uns auch mit dem Sonderberater des UNO-Generalsekretärs Kofi Annan für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden Adolf Ogi über die Rolle des Sports als friedensstiftendes Element in der Welt und das UNO-Jahr des Sports gesprochen. Mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DSOB), Dr. Thomas Bach, diskutierten wir nicht nur über Dopingbekämpfung, sondern auch über die erfolgte Fusion des Deutschen Sportbundes und des Nationalen Olympischen Komitees (DSB und NOK). Ferner berichtete der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Dr. Theo Zwanziger über die Fußball-WM 2006,“ erklärte Röwekamp, der unter den weiteren Gästen auch Dr Christoph Bergner, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, als Vertreter von Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble begrüßen konnte.

Abschließend dankte SMK-Vorsitzender Thomas Röwekamp allen Beteiligten, die zum Gelingen der SMK in Bremen beigetragen haben, insbesondere der Sparkasse in Bremen AG für die Gastfreundschaft in ihren Räumlichkeiten, dem Universum Science Center und den Sponsoren für das Abendprogramm sowie der Polizei Bremen für die Gewährleistung eines sicheren Ablaufs.

Die Ergebnisse der Sportministerkonferenz im Einzelnen finden Sie im Laufe des Tages als Download unter www.inneres.bremen.de.