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Der Senator für Inneres und Sport

„Wir sind ganz in Ihrer Nähe“: Polizei Bremen startet mit Image-Kampagne ins neue Jahr

17.01.2006

Bürgermeister Röwekamp und Polizeipräsident Mordhorst ziehen positive
Zwischenbilanz der Polizeireform

Der Senator für Inneres und Sport, Bürgermeister Thomas Röwekamp, hat zusammen mit Polizepräsident Eckard Mordhorst am heutigen Dienstag (17. Januar) die neue Imagekampagne der Polizei Bremen unter der Überschrift „Bremen. Aber sicher!“ vorgestellt. Gleichzeitig gaben beide eine Zwischenbilanz zu der in den vergangenen Monaten umgesetzten Polizeireform.

Inzwischen sind alle vier regionalen Einsatzzüge in den Bremer Stadtteilen in Dienst gestellt worden. Zudem konnten erste Erfahrungen mit den neuen Öffnungszeiten der 18 Polizeireviere gesammelt werden, die seit Oktober 2005 gelten. „Wir haben jetzt mehr Beamte, die die Polizeipräsenz auf der Straße sichtbar verstärken“, so der Innensenator. Als nur zwei Beispiele von vielen nannte Röwekamp die jüngsten „Brennpunkte“ in Huchting sowie in der Bahnhofsvorstadt an der sog. Diskomeile. „Hier hat die Polizei dank der Polizeireform binnen kürzester Zeit ihre Präsenz ‚hochfahren’ können. Dadurch konnte die Lage vor Ort beruhigt, weitere Taten verhindert und die Tatverdächtigen rasch ermittelt werden“, lobte Röwekamp die konsequente Arbeit der Beamtinnen und Beamten.


Trotz einer aktiven Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und einer intensiven Behandlung der Polizeireform in den Medien stellen Innensenator und Polizeiführung fest, dass die wesentlichen Inhalte der Neustrukturierung „beim Bürger noch nicht überall angekommen sind“ oder dass einzelne Veränderungen bewusst missverstanden werden. Ein gravierendes Beispiel sei die Behauptung, es würden Reviere geschlossen, oder die Polizei sei nachts oder am Wochenende nicht präsent. Röwekamp: „Wir schützen die Bürger nicht durch ein Gebäude, sondern durch Polizeipräsenz vor Ort. Unter anderem konnte durch die neuen Öffnungszeiten der Wachen Personal umgesteuert werden, um Schwerpunktmaßnahmen in den Stadtteilen durchführen zu können!“


Die jetzt gestartete Imagekampagne - die Dank Unterstützung durch die Bremen Marketing GmbH (BMG) dargestellt werden kann - soll daher einen Anstoß geben, sich mit der Polizeipräsenz und den Veränderungen zu beschäftigen. Und: „Wir gehen kritischen Fragen nicht aus dem Weg, sondern suchen aktiv das Gespräch“, erklärten Röwekamp und Mordhorst. So folgt der Innensenator beispielsweise in diesen Tagen einer Einladung von Huchtinger Bürgerinnen und Bürgern sowie Geschäftsleuten nach deren Unterschriftenaktion, während der Polizeipräsident die Betreiber an der sog. Diskomeile zum Dialog bittet.





Intensive Öffentlichkeitsarbeit: Postkarten, Plakate und Streifenwagen verdeutlichen:
„Wir sind ganz in Ihrer Nähe“

Der Innensenator und der Polizeipräsident stellten neben der Zwischenbilanz zur Polizeireform zudem die neue Imagekampagne sowie die weitere Öffentlichkeitsarbeit vor. Neben der eigens entworfenen Informationsbroschüre, in der die wesentlichen Bestandteile der Polizeireform in kurzer Form dargestellt werden, gibt es verschiedene kleinere Werbeartikel, die den Bürgern helfen sollen, sich die neue Nummer des Polizeizentralrufs - 36 20 - einzuprägen. Der erste Schritt dieser Öffentlichkeitsoffensive wurde im August 2005 unter dem Slogan „Bremen. Aber sicher!“ vorgestellt. Entstanden ist dies im Rahmen der geplanten „Imagekampagne“ für die Polizei Bremen.

In Zusammenarbeit mit der städtischen BMG und der Bremer Werbeagentur Wächter und Wächter wurde eine kleine Kampagne entwickelt, die deutlich machen soll, dass sich die Polizei Bremen neu strukturiert hat und nach wie vor ein verlässlicher Partner für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt ist. Röwekamp und Mordhorst dankten der BMG für die Unterstützung bei der Kampagne, die dadurch ohne zusätzliche Ausgaben für die Haushalte der Polizei und des Innenressorts finanziert werden konnte.


Unter dem Motto „Wir sind ganz in Ihrer Nähe“ werden ab dem 17. Januar 2006 eine Woche lang Plakate an rund 200 Stellen in der Stadt platziert. Diese sogenannten City-Light-Poster befinden sich an Haltestellen des ÖPNV und anderen öffentlichen Stellen. Zusätzlich werden auch einige stadt-eigene Litfaßsäulen mit großflächigen Plakaten versehen. Zudem können durch Kontaktpolizisten und Revierdienstkräfte Plakate in Geschäften, Firmen und Institutionen aufgehängt werden. Streifenwagen erhalten den Schriftzug „Wir sind ganz in Ihrer Nähe“ als seitliche Aufkleber . Die Aktion wird durch Gratis-Postkarten verstärkt. Das sind insgesamt 18.000 sog. Unicards mit wöchentlich wechselnden Motiven, die in Restaurants, Kneipen, Diskotheken etc. kostenlos ausliegen.

Für die Kampagne sind drei verschiedene Motive aus den Bereichen Kriminalität, Verkehr und Prävention vorgesehen, die jeweils als sog. „textliche“ Lösung mit einer kleinen Portion Selbstironie und Humor erarbeitet worden sind. Für die Gratis-Postkarten wird ein weiteres Motiv zum Thema „Prävention“ eingesetzt.

Die Beschriftung der Streifenwagen wurde gewählt, weil die Einsatzfahrzeuge „unsere am meisten beachtete Werbefläche“ sind, so Mordhorst. Es ist durchaus möglich, dass Kollegen auf das aufgeklebte Motto angesprochen werden. Der Spruch soll einfach alle Bürger darauf aufmerksam machen, dass die Polizei Bremen immer „in der Nähe“ ist und für die Bürgerinnen und Bürger da ist. Sieht man den Aufkleber auf dem Streifenwagen, so trifft der Spruch jedes Mal zu. Natürlich kann und soll mit dem Motto auch die sprichwörtliche „Bürgernähe“ assoziiert werden.


„Bei der Imagekampagne geht es uns darum, die Arbeit der Polizei Bremen der breiten Öffentlichkeit bewusst zu machen. Die beste Werbung für die Polizei ist natürlich ihre praktische Arbeit, die Gewährleistung der inneren Sicherheit, die Vorbeugung, Verhinderung und Aufklärung von Straftaten – all dies stellen die rund 2500 Polizistinnen und Polizisten tagtäglich unter Beweis. Getreu dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ wird sich die Bremer Polizei auch künftig an diese Reihenfolge halten“, stellten Röwekamp und Mordhorst abschließend klar.