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Der Senator für Inneres

Appell an Autofahrer in Bremen und Bremerhaven: „Fahren Sie mit Licht am Tag!“

13.01.2006

Sicherheitsbehörden im Land Bremen gehen mit gutem Beispiel voran - Bürgermeister Röwekamp fordert bundeseinheitliche Regelung

Verschiedene Studien und die Erfahrungen aus anderen Ländern haben gezeigt, dass das Autofahren mit Abblend-Licht auch am Tag die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht. Daher empfiehlt der Bremer Senator für Inneres und Sport, Bürgermeister Thomas Röwekamp, allen Autofahrerinnen und -fahrern: „Licht an bei Tag – für noch mehr Verkehrssicherheit auf Bremens und Bremerhavens Straßen!“


Die Polizei und die Feuerwehr in Bremen und Bremerhaven gehen ab sofort mit gutem Beispiel voran und haben in ihren Einsatzfahrzeugen auch tagsüber Abblend-Licht eingeschaltet. Ausnahmen gelten natürlich bei besonderen Situationen, in denen aus taktischen Gründen von der entsprechenden Dienstanweisung abgesehen werden kann. Bei der Anschaffung von Neufahrzeugen sollte zukunftsfähige Technik wie spezielle Tagesfahrleuchten oder Dämmerungsschalter verwendet werden. Damit ist sichergestellt, dass der Energieverbrauch nicht drastisch steigt und dass die besondere Auffälligkeit der Motorradfahrer erhalten bleibt.


In mehreren Bundesländern fahren Fahrzeuge der Polizei und Feuerwehr bereits mit Licht am Tag oder es befinden sich Regelungen in Vorbereitung. In vielen europäischen Ländern ist es aus Gründen der Verkehrssicherheit ganzjährig für alle Kraftfahrzeugführer Pflicht, am Tage mit Licht zu fahren, z.B. in Skandinavien, Kroatien und Slowenien. Weitere Länder schreiben das Licht am Tage in den Herbst- und Wintermonaten eines Jahres vor (Polen, Slowakei). In Italien und Ungarn ist es ganzjährig außerhalb geschlossener Ortschaften gesetzlich vorgeschrieben.


Der Bremer Senator für Inneres und Sport plädiert in diesem Zusammenhang für ein bundeseinheitliches Vorgehen. Bürgermeister Thomas Röwekamp fordert den Bundesverkehrsminister auf, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Länderministern zu einer deutschlandweiten Regelung zu kommen.


„Bis zu einer bundeseinheitlichen Reglung verfolgen wir aber das Freiwilligkeitsprinzip“, fügte Röwekamp hinzu. „Unter Verkehrssicherheitsaspekten unterstützen wir das Anliegen der Landesverkehrswacht Bremen, auf das Prinzip der Freiwilligkeit auch im Bereich anderer großer Fuhrparkunternehmen zu setzten.“ Das Innenressort wird mit der Landesverkehrswacht das weitere Vorgehen abstimmen.