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Der Senator für Inneres

Konjunkturaufschwung noch zögerlich

26.09.2005

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, zeigte sich die konjunkturelle Erholung der bremischen Wirtschaft auch im 1. Halbjahr 2005 vorerst noch verhalten. Immerhin konnte das Bruttoinlandsprodukt, also die Summe aller wirtschaftlichen Leistungen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum um (preisbereinigt) 0,6 % erhöht werden. Die Wirtschaftsentwicklung in Bremen lag damit im Bundestrend: auch auf Bundesebene blieb der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts mit 0,6 % (darunter alte Bundesländer einschließlich Berlin: + 0,7 %) hinter den Erwartungen zurück.

Hauptsächlicher Träger des konjunkturellen Geschehens in Bremen ist traditionell das Verarbeitende Gewerbe. Im 1. Halbjahr 2005 trugen die Bremer Betriebe dieses Wirtschaftsbereichs allerdings nur wenig zum Aufschwung bei. Mit einer Zunahme der Bruttowertschöpfung um (preisbereinigt) 0,4 % blieb der Anstieg der wirtschaftlichen Leistung der hiesigen Industriebetriebe hinter der gesamtwirtschaftlichen Leistung Bremens zurück und verfehlte insbesondere die entsprechende Entwicklung auf Bundesebene (+ 3,2 %).

Für die übrigen Bundesländer ergeben sich nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“, dem das Statistische Landesamt Bremen als Mitglied angehört, für das 1. Halbjahr 2005 die folgenden Veränderungsraten des realen Bruttoinlandsprodukts gegenüber dem Vorjahreszeitraum (in %):









































































Baden-Württemberg 1,1 Nordrhein-Westphalen 0,8
Bayern 0,9 Rheinland-Pfalz 0,5
Berlin -0,6 Saarland 2,8
Brandenburg -0,8 Sachsen -0,7
Bremen 0,6 Sachsen-Anhalt 1,0
Hamburg 0,7 Schleswig-Holstein 1,0
Hessen 0,3 Thüringen 0,7
Mecklenburg-Vorpommern -0,1
Niedersachsen 0,4 Deutschland 0,6
Alte Bundesländer

ohne Berlin
0,8

einschl. Berlin
0,7