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Der Senator für Inneres

Innensenator und Polizei Bremen ziehen Verkehrssicherheitsbilanz

27.04.2004

Zahl der Verletzten auf den Straßen im Land Bremen ging 2003 um acht Prozent zurück

Mehr Sicherheit und weniger Unfallopfer auf Bremens Straßen – dieses Ziel polizeilicher Arbeit unterstrich Innensenator Thomas Röwekamp am Dienstag (27. April) bei der Vorstellung der Verkehrssicherheitsbilanz 2003. Das Bundesland Bremen verzeichnet spürbare Rückgänge bei der Zahl der Verletzten (minus 8,0 Prozent in 2003 verglichen mit dem Vorjahr) und belegt den ersten Platz im Ländervergleich bei jährlich sinkenden Fallzahlen.

„Die Verkehrsunfall-Statistik birgt jedes Jahr Licht- und Schattenseiten, aber der Trend stimmt uns optimistisch und bestätigt unseren Kurs in der Verkehrssicherheitsarbeit“, freute sich Senator Röwekamp. „Dank einer sehr guten Präventionsarbeit und einem konsequenten Kontrolldruck erreicht die Verkehrsabteilung der Polizei Bremen das Ziel, die Zahl der folgenschweren Unfälle zu vermeiden.“ Der Innensenator kündigte an, die Verkehrssicherheitsarbeit dank der angestrebten Polizeireform personell noch zu verstärken: „Mit der Neustrukturierung der Polizeiaufgaben wollen wir keinen Polizeibeamten einsparen, sondern wir gewinnen Personal, um beispielsweise bürgernahe Polizeiarbeit an allen Revieren zu verstärken. Auch die Bereitschaftspolizei wird aufgestockt und steht für Schwerpunktmaßnahmen der Verkehrspolizei zur Verfügung.“


Die Gesamtzahl der in 2003 in der Stadtgemeinde Bremen registrierten Unfälle fiel mit 14.640 erstmals wieder unter den letztmaligen Tiefstand von 1975. Bedauerlich zu nennen ist der Anstieg der Verkehrsunfälle mit getöteten Personen, die Zahl der Verletzten sank aber erfreulicherweise von 3277 auf 2907 und damit in um 11,3 %.

Besonders hervorzuheben sind die rückläufigen Verunglücktenzahlen bei Kindern mit minus 21,94 %, bei jungen Fahrern mit minus 11,62% und bei geschwindigkeitsbedingten Verkehrsunfällen mit minus 12,0 %.


Der Verkehrbereich der Polizei ergänzt und verstärkt den allgemeinen Präventionsansatz und die Kriminalitätsbekämpfung, so der Senator weiter. „Auch Verkehrssicherheitsarbeit gewährleistet Innere Sicherheit, denn Präsenz und Bürgernähe hebt das Vertrauen in den Staat. Verkehrssi-cherheitsarbeit der Polizei lohnt sich. Durch sie werden Leben, Gesundheit und bedeutende Sachwerte geschützt. Daher kann ich die Polizei Bremen nur bestärken, diesen Weg auf gleichem Niveau wie bisher fortzusetzen!“

Röwekamp wandte sich auch gegen das gängige Vorurteil, die Polizei wolle mit Geschwindigkeitsmessungen nur „abzocken“. Die Realität sieht anders aus: „Wir können nachweisen, dass durch den erhöhten Kontrolldruck gegen Raser und Alkoholsünder am Steuer die Unfall- und Verletztenzahlen zurückgegangen sind.“

Die Verkehrsüberwachung ist aber nur ein Standbein wirkungsorientierter Verkehrsunfallbekämpung. Präventionsprojekte wie „fair-kehr“ zur Vermeidung von Kinderunfällen, ein spezielles Seniorenprojekt sowie das Projekt zu Bekämpfung der sogenannten Disco-Unfälle gehören ebenso dazu, wie die Entschärfung besonders belasteter Unfallörtlichkeiten.


Der Senator kündigte zusammen mit der Polizei Bremen die Fortführung und Intensivierung der vielfältigen Aktionen zur Hebung der Verkehrssicherheit an. Die Polizei kooperiert dabei auch mit der Verkehrswacht, dem ADAC, dem Bund gegen Drogen und Alkohol im Straßenverkehr (BADS), Schulen und Medien. Beispiele sind der “Motorradfrühling“, „Bleib cool – fahr nüchtern“, „Aktion sicherer Schulweg“, „Urlaubsfahrtaktion“, „Verkehrspuppenbühne“, „Schreck-geh´ weg“ – Kurse oder Schülerlotsendienste.

Die Projekte der Polizei Bremen mit Blick auf Kinder, Junge Fahrer, Senioren, und Geschwindigkeitsverstößen werden ebenso verstärkt fortgeführt wie die Aktivitäten gegen alkohol- und drogenbedingte Fahrten.