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Der Senator für Inneres

Senator Thomas Röwekamp stellt Statistisches Jahrbuch 2003 vor


13.01.2004

Umfassendes Zahlenwerk für Bremen und Bremerhaven –
Erfreulicher Trend: Erstmals seit Jahren wieder Einwohnerzuwachs im Land Bremen

Der Senator für Inneres und Sport, Thomas Röwekamp, hat heute (13.1.2004) im Rathaus gemeinsam mit dem Leiter des Statistischen Landesamtes, Jürgen Dinse, das Statistische Jahrbuch 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Damit legt das Statistische Landesamt Bremen erneut seine zentrale jährliche Publikation über die wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Entwicklung des Landes Bremen vor. Auf über 300 Seiten wird in 25 Kapiteln über die Entwicklung Bremens in fachlich großer Breite und tabellarisch tief gegliederter Form berichtet. Die Strukturdaten beziehen sich dabei durchweg auf das Jahr 2002 sowie auf frühere Vergleichsjahre. „Aus diesem Grund haben wir die Vorstellung des Jahrbuchs um aktuelle Trends aus 2003 ergänzt“, erklärte Senator Röwekamp vor Journalisten in Bremen.


Einwohnerzahl des Landes Bremen wächst wieder

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen hat sich die Einwohnerzahl des Landes Bremen im vergangenen Jahr um etwa 1.000 Personen auf jetzt insgesamt rund 663.000 erhöht. „Dieser Bevölkerungsgewinn ist vor dem Hintergrund jahrelanger Einwohnerverluste und im Zusammenhang mit den Sanierungsanstrengungen Bremens sehr erfreulich“, hob der Innensenator hervor. „Hier scheinen die jahrelangen Bemühungen der Großen Koalition, den Standort Bremen in all seinen Facetten für Neubürger und Wirtschaftsansiedlungen attrativer zu gestalten, auch im Blickfeld der nüchternen Statistik sichtbare Früchte zu tragen!“ Röwekamp wies darauf hin, dass die Entwicklung der Bevölkerungszahl eines der maßgeblichen Kriterien für den Erfolg des bremischen Sanierungswegs sei.

Wie in den Vorjahren haben sich jedoch die unterschiedlichen Entwicklungen in Bremen und Bremerhaven fortgesetzt: In einem mittelfristigen Vergleich der Bevölkerungszahlen von 2000 mit den vorläufigen aktuellen Ergebnissen (Ende 2003) zeigt sich in der Stadt Bremen ein Plus von annähernd 5.500 Einwohnern. Gegenwärtig leben etwa 545.000 Bürgerinnen und Bürger in der Wesermetropole. Die Gegenüberstellung im gleichen Zeitraum für die Seestadt Bremerhaven macht deutlich, dass den 120.800 Einwohnern (vom 31. Dezember 2000) gegenwärtig etwa 118.100 gegenüberstehen, woraus sich ein Einwohnerverlust von 2.700 errechnet.


Hinter den insgesamt geringen Veränderungssalden der Einwohnerzahlen verbergen sich tiefgreifende demografische Prozesse, die auf grundlegende Veränderungsprozesse der Stadtgesellschaften hindeuten. Sie dürften in dieser oder jener Weise fast jeden Haushalt im Lande berühren; sei es bei jungen Paaren (Umzug, Geburten), als Großeltern oder Geschwister, sei es als Angehörige in Trauerfällen, als Wohnungseigentümer oder Wohnungsnachbar bei Neuvermietungen.

Im Jahr 2003 zogen wieder mehr als 25.000 Menschen von außerhalb in die Stadt Bremen (dabei sind die Umzüge in der Stadt selbstverständlich nicht mitgerechnet). Gut 21.000 packten die Umzugskartons und verließen Bremen. In der Seestadt Bremerhaven dürften im Jahr 2003 etwa 5.400 zugezogene Neubürger ihren Wohnsitz genommen haben, während um die 5.900 der Stadt an der Wesermündung zumindest vorläufig den Rücken kehrten.


Röwekamp hebt Bedeutung des Statistischen Jahrbuchs hervor

Senator Röwekamp hob bei einer Pressekonferenz auch die Bedeutung des Statistischen Jahrbuchs 2003 hervor: Es handelt sich hier um die einzige gedruckte Publikation, in der Daten über alle gesellschaftspolitisch relevanten Bereiche (Bevölkerung, Bildung, Gesundheit, Wirtschaft, Rechtspflege, Soziales, Umwelt) des Landes Bremen zusammen dargeboten werden.

„Es ermöglicht auch fachübergreifende Quantitätsvergleiche und gibt die Möglichkeit, Entwicklungen in den verschiedensten Fachbereichen, auch im Vergleich mit anderen Regionen, zu beobachten“, so Röwekamp. „Die neutrale Information der Verantwortlichen in der Politik – aber auch für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger – über Trends und Entwicklungen in unseren beiden Städten bildet eine wichtige Beurteilungs- und Entscheidungshilfe. Dies gibt auch die Möglichkeit der späteren Erfolgskontrolle.“


Als Buch und als CD-ROM erhältlich

Das Jahrbuch wird sowohl in Buchform als auch als CD-ROM angeboten. Es kostet jeweils 17 EURO, beide Medien zusammen 30 EURO. Bei schriftlicher Bestellung werden die Veröffentlichungen zzgl. einer Versandkostenpauschale von 1,50 EURO zugesandt.


Die Bestellungen sind zu richten an:
Statistisches Landesamt Bremen,
An der Weide 14-16, 28195 Bremen
Postfach 10 13 09, 28013 Bremen
E-Mail: office@statistik.bremen.de