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Der Senator für Inneres

Zentrales Stadtamt Stresemannstraße ab Dienstag in Betrieb - Innensenator Dr. Böse: Zukunftsprojekt Stadtamt bekommt sichtbare Konturen

22.05.2003

„Mit diesem neuen, modernen und kundenfreundlichen Standort wird das Zukunftsprojekt Stadtamt auch baulich sichtbar. Bisher dezentral untergebrachte Bereiche des Stadtamtes werden hier räumlich und organisatorisch zusammengefasst. Für das Stadtamt bildet der Umzug die Voraussetzung für die Neuorganisation der Arbeitsabläufe und die Einrichtung der internen Serviceeinheit für die Bürger Service Center,“ erklärte Innensenator Dr. Kuno Böse anlässlich der heutigen Schlüsselübergabe für das Gebäude Stresemannstraße.


Ab kommenden Dienstag (27. Mai 2003) sind die bisher in den Dienstgebäuden Rembertiring 39 (Gewerbe-, Gaststätten und Ordnungsangelegenheiten) und Bahnhofstraße 12 (Meldebehörde) untergebrachten Organisationseinheiten in der Stresemannstraße 48 in Bremen Hastedt zu erreichen.


Grundlage für Reorganisation des Stadtamtes

Ausgehend von den Empfehlungen im Roland-Berger-Gutachten zur „Neuordnung der Aufgabenwahrnehmung“ wird im Bereich des Stadtamtes eine Neuausrichtung erfolgen. „Oberstes Ziel ist dabei, dass der Bürger das, was er zu erledigen hat, direkt ohne längere Wartezeiten und vor allem auch abschließend an einem Ort erledigen kann. Kurz gesagt: Die Akten sollen laufen, nicht die Bürger,“ so der Innensenator. Neben den bereits realisierten offenen Publikumsbereichen, wie beispielsweise die BürgerServiceCenter-Mitte und Horn-Lehe (BSC), wird parallel für komplexere Prozesse ein „fachliches Rückgrat“ für alle im Bürgerservice tätigen Einrichtungen der Stadt benötigt. Hierzu werden zunächst die verschiedenen Organisationseinheiten des Stadtamtes am neuen Standort in der Stresemannstraße konzentriert und in einem zweiten Schritt so reorganisiert, dass den Mitarbeitern im BSC während der Öffnungszeiten telefonisch und elektronisch-vernetzt Spezialisten für Grundsatzfragen zur Verfügung stehen. In der Stresemannstraße entsteht damit das so genannte back-office der BSC.


Die nächsten Schritte:
Ausländerbehörde, Fundamt und Dienstleistung „rund ums Auto“

Im nächsten Schritt soll bis Herbst 2003 das Dienstgebäude Pfalzburger Straße 69 (Ausländerbehörde) aufgegeben werden. Gleichzeitig mit dieser Verlagerung soll die Bearbeitung von Einbürgerungen vom Dienstsitz des Senators für Inneres, Kultur und Sport (Contrescarpe22/24) in das neue Stadtamt räumlich und organisatorisch integriert werden. Bis Ende 2003 soll zudem der Umzug des Fundamtes, bislang im Ostertorviertel untergebracht, erfolgen.


Die Verlagerung der heute noch im Gebäude Funkschneise untergebrachten Organisationseinheiten (Kfz-Zulassungsstelle, Führerscheinstelle sowie Bußgeldstelle) ist bis Ende 2004 geplant. Praktisch: Das künftige Service-Center „Verkehr“ mit behördlichen Dienstleistungen „rund ums Auto“ befindet sich dann unmittelbar an der auch als „Automeile“ bekannten Stresemannstraße.


Gebäude wird für die Anforderungen des Stadtamtes saniert

Der Gebäude-Komplex in der Stresemannstraße, das ehemalige ÜNH-Gebäude besteht aus fünf Bürogebäuden, die die Eigentümerin, die Oldenburger EWE AG, für rund sechs Millionen Euro für die Zwecke des Stadtamtes saniert. Die Umbauten umfassen einen teilweisen Neuzuschnitt der Innenräume, Modernisierung der technischen Gebäudeausstattung, Erneuerung der Fenster, den behindertengerechten Ausbau und die Umgestaltung der Außenanlagen, insbesondere zur Schaffung von Parkplätzen für Besucher und Mitarbeiter. Der erste Bauabschnitt ist nunmehr fertiggestellt und wird bezogen. Auf Seiten der Hansestadt Bremen liegt die Projektsteuerung bei der Anmietung des Gebäudes in den Händen der Gesellschaft für Bremer Immobilien (GBI). Die GBI koordinierte die Planungsarbeit der Beteiligten, sorgte für die Qualitätssicherung und führte alle Vertragsverhandlungen. „Die Zusammenarbeit mit den Immobilienspezialisten der GBI und der EWE AG als Eigentümerin waren äußerst effektiv und fruchtbar. Das die Errichtung des ersten Bauabschnitts nur knapp sechs Monate gedauert hat, ist ein Beleg dieser guten Partnerschaft,“ lobte Innensenator Dr. Böse im Namen der Stadt.


Kostensparender Beitrag zur Flächenoptimierung

Innensenator Dr. Böse unterstrich auch die wirtschaftlichen – und damit finanziellen – Effekte des Umzugs: Auch unter Berücksichtigung des erheblichen Flächenmehrbedarfs für das Fundamt, der Unterbringung der Verkehrsüberwacher in der Innenstadt sowie der Eingliederung des Referats Einbürgerungen ist insgesamt eine Flächenreduzierung um ca. 1.496 qm zu erreichen. Den mit dem Umzug verbundenen Kosten (u.a. Möblierung neuer Wartezonen, DV-Technik, Kassenautomaten, Transportkosten) von rund 800.000 € aus Ressortmitteln steht insgesamt eine konsumtive Einsparung in Höhe von 130.000 € pro Jahr gegenüber.


„Wesentlich dabei ist aus Ressortsicht, dass mit den Gebäuden an der Stresemannstraße ein relativ zentraler, sich insbesondere an Bürgerinteressen orientierender Standort gefunden wurde. Gleichzeitig ist dies ein wichtiger Beitrag in der Flächenoptimierung unter teilweise deutlicher Verbesserung der räumlichen Bedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daraus sich ergebende Synergieeffekte werden dazu beitragen, dass der Dienstbetrieb insgesamt optimiert wird,“ so der Senator abschließend.


Service/ Erreichbarkeit

Das neue Stadtamt in der Stresemannstraße/Ecke Steubenstraße ist mit der Buslinie 25 (Haltestelle Stresemannstraße), oder von den umliegenden Stadtteilen auch per Rad und mit dem Pkw bequem zu erreichen. Auch die Straßenbahnhaltestellen der Linien 1 (Julius-Brecht-Allee) und der Linien 2 und 10 (Malerstraße) sind nur wenige Gehminuten entfernt. Die Mitarbeiter stehen täglich von 8 bis 12 Uhr und nach Termin-Vereinbarung zur Verfügung.