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Der Senator für Inneres

Bremer Archive öffnen ihre Türen: Geboten wird spannende Lektüre und mehr

Umfangreiches Veranstaltungsprogramm vom 9. bis 11. Mai in der Hansestadt

06.05.2003

Das linksradikale Flugblatt aus wildbewegten Zeiten der Bremer Universität, die mittelalterliche Stadturkunde mit Wachssiegel oder die wackeligen Filmbilder vom Kaiserbesuch anno 1900 in Bremen: Das Originaldokument aus jüngeren oder längst vergangenen Zeiten vermittelt mehr als nur Informationen. Was im Bericht nur kurz gestreift oder zitiert wird, bekommt angesichts des Dokuments noch einmal einen Hauch von Unmittelbarkeit. Der zweite „Tag der Bremer Archive“ vom 9. bis 11. Mai öffnet den Zugang zu diesen Hinterlassenschaften Bremer Geschichte. Wer mehr wissen möchte über das umfangreiche Angebot, kann sich im Internet auf der Homepage von www.bremer-archive.de informieren, das Programm einsehen oder als PDF-Datei herunterladen.


Die Bremer Archive öffnen ihre Türen, um der Öffentlichkeit eine Möglichkeit zu geben, hinter die Kulissen Bremer Archivarbeit zu schauen. Am zweiten Wochenende im Mai präsentieren die Archive ihre Arbeit und bieten einen Einblick in die bei ihnen aufbewahrten Dokumente. Die Besucherinnen und Besucher erhalten die Gelegenheit, einen Blick auch in jene Bereiche der Einrichtungen zu werfen, die im Alltag der Öffentlichkeit verschlossen sind. Der Tag der Archive gibt die Möglichkeit, sich ein Bild von der Vielfältigkeit der Bremer Archivlandschaft zu machen und Orte kennenzulernen, an denen Bremer Dokumente gesammelt und aufbewahrt werden. Die beteiligten Archive stellen vor, wie sie kulturell und forschend das (vorwiegend bremische) Erbe zur Erforschung der Vergangenheit und zum besseren Verständnis der Gegenwart bewahren helfen.


Spektrum vom Staatsarchiv bis zum Stadtteilarchiv, vom Firmen- bis zum Frauenarchiv


13 Bremer Archive von Bremen-Nord bis Arsten versammeln ein breites Spektrum: vom Archiv im Ein-Personen-Betrieb, ehrenamtlich arbeitenden StadtteilarchivarInnen bis zum Staatsarchiv mit seinen zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es beteiligen sich betriebsgeschichtliche Archive, Bild- und Filmarchive, ein Frauenarchiv und Forschungseinrichtungen mit ihren spezifischen Sammlungen. Historisch Interessierte bekommen einen Zugang auch zu kleineren Archiven, die mitunter gerade das Dokument besitzen, das eine ungeklärte Frage beantworten kann. Historische Fotos oder Filme können die Geschichte des Stadtteils wie des Marktplatzes vergegenwärtigen.


Für das Rahmenprogramm hat das Studienzentrum für Künstlerpublikationen im Neuen Museum Weserburg Bremen (NMWB) eine Ausstellung unter dem Titel "Archivsplitter" zusammengestellt, die exemplarische Exponate der beteiligten Archive versammelt.


Die Archive veranstalten Vorträge aus ihren Arbeitszusammenhängen, Filmchroniken bieten Überblicke zur Bremer Geschichte und Stadtteilrundgänge vermitteln Geschichte "vor Ort". Unter dem Titel "Brücke zwischen Gestern und Morgen" informiert das Staatsarchiv über seine Arbeit und Angebote; die Universität stellt den archivalischen Umgang mit Dokumenten dar. Im Rahmen der zahlreichen Führungen in allen Archiven bietet sich ausreichend Gelegenheit, mit den Mitarbeitern und Betreuern ins Gespräch zu kommen.


Dauerhaft präsentieren sich ab sofort die beteiligten und weitere interessierte Archive im Internet über das neue Portal www.bremer-archive.de