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    Kultursenator Dr. Böse stellt Welterbeantrag in Buchform vor – Dank an Herausgeber-Team


Der Senator für Inneres

„Das Rathaus und der Roland auf dem Marktplatz in Bremen“

Kultursenator Dr. Böse stellt Welterbeantrag in Buchform vor – Dank an Herausgeber-Team


29.04.2003

Der Antrag Bremens, das Bremer Rathaus und den Roland in die UNESCO-Welterbeliste aufzunehmen wurde nun in einer überarbeiteten und erweiterten Fassung als Publikation für den Buchhandel veröffentlicht. „Damit liegt erstmals ein Buch vor, das umfassend auf die Stadtgeschichte Bremens am Beispiel der Bedeutung des Alten und des Neuen Rathauses und des Rolands als wichtiger Kristallisationspunkt für Politik, Handel, Wirtschaft sowie das 'Volksleben' eingeht. Der Leser kann sich an den kurzen Beiträgen schnell orientieren und erhält gleichzeitig eine umfassende Information über die internationale architektonische Bedeutung des Rathauses und des Rolands,“ erklärte Kultursenator Dr. Kuno Böse anlässlich der heutigen (29. April 2003) Buchvorstellung.

Gegenüber dem Antrag wurden vor allem die Charakterisierungen der wichtigsten Gebäude am Markt - außer dem Rathaus auch Dom, Unser Lieben Frauen Kirche, Schütting, Haus der Bürgerschaft - sowie die wechselnde Architekturgeschichte des Platzes erneuert und erweitert. Zusammen mit einzelnen kleinen Schilderungen – zu Ratsherren und Ratsherrschaft, dem Schaffermahl und den Kaisertagen – ergibt sich ein sehr plastisches Bild vom Leben in Geschichte und Gegenwart einer kleinen Stadtrepublik. Ebenfalls neu eingefügt wurde ein Kapitel, das sich mit den Ergebnissen der Grabungen auf dem Marktplatz beschäftigt, ein Kapitel zur Frühgeschichte und ein Beitrag über die Denkmäler und Skulpturen rund um das Rathaus. 730 Kultur und Naturstätten weltweit, davon 27 in Deutschland, sind derzeit auf der Welterbeliste der UNESCO verzeichnet. Denkmäler werden nur dann in die Liste aufgenommen, wenn sie die in der Konvention festgelegten Kriterien der „Einzigartigkeit“ und der „Authentizität“ erfüllen und wenn ein überzeugender „Erhaltungsplan“ vorliegt. Über den Antrag Bremens bzw. Deutschlands entscheidet die UNESCO-Kommission Ende Juni diesen Jahres. „Die Zustimmung der Welterbekommission der UNESCO wäre eine national und international bedeutsame Anerkennung, die sich sehr positiv auf die Stadt und ihre Bürger auswirken würde. Daneben wird natürlich auch die Bremer Bewerbung als europäische Kulturhauptstadt im Jahre 2010 von einer positiven Entscheidung der UNESCO profitieren. Mögliche Mitbewerber um diesen Titel, wie die Hansestadt Lübeck oder die Rheinmetropole Köln, können schon heute mit einer UNESCO-Welterbestätte werben,“ erklärte Kultursenator Dr. Böse.

Autoren und Herausgeber des Buches sind die erfahrenen Kenner der Bremer Stadt﷓, Architektur- und Kunstgeschichte: Dr. Konrad Elmshäuser vom Bremer Staatsarchiv, der langjährige Leiter des Bremer Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Hans-Christoph Hoffmann, und der zuständige Referatsleiter beim Senator für Inneres, Kultur und Sport und Dozent an der Hochschule Bremen, Professor Dr. Hans-Joachim Manske. Der qualitativ hochwertige und mit außergewöhnlicher Liebe zum Detail gestaltete Text- und Bildband ist im Bremer Verlag Hermann Schünemann erschienen und ab sofort zum Preis von 39,80 Euro im Buchhandel erhältlich.