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Der Senator für Inneres

Senator Dr. Böse: Austausch fördert gegenseitiges Verständnis der Menschen und Kulturen

28.02.2003

Polizeibeamte aus der Partnerstadt Izmir hospitieren einen Monat in Bremen

Heute Mittag (28.2.) begrüßte Innensenator Dr. Kuno Böse zwei Polizeibeamte aus Bremens Partnerstadt Izmir. Die beiden Polizisten, Hakan Pakel und Yusuf Aslankoc, werden auf Grundlage einer Vereinbarung zwischen den Polizeibehörden von Izmir und Bremen für vier Wochen am Dienst der Bremer Kollegen teilnehmen. An der Begrüßung der Beamten aus Izmir nahmen auch der stellvertretende Polizeipräsident, Klaus Plenge, der Leiter der Bereitschaftspolizei, Andreas Weber, und Lutz Müller von der Hochschule für öffentliche Verwaltung teil.

Die beiden Polizeiangehörigen werden im Rahmen ihrer Verwendung bei der Polizei Bremen verschiedene Dienststellen kennenlernen. Auf dem Programm steht unter anderem die Begleitung der Kontaktbereichsbeamten (KOP´s) in den Stadtteilen Gröpelingen und Hemelingen, die Teilnahme an den polizeilichen Vorbereitungen des deutsch-italienischen Gipfeltreffens Anfang März in Bremen, Hospitationen in den Polizeiwachen Neustadt und Innenstadt, bei Bundesligaspielen sowie im Einsatz- und Kriminaldauerdienst. Daneben hat die Polizei Bremen ein Besuchsprogramm ausgearbeitet, damit die Gäste die Freie Hansestadt Bremen kennenlernen können. Polizeiliche Befugnisse dürfen den beiden Beamten aus rechtlichen Gründen nicht übertragen werden.

Ziel des gegenseitigen Austausches ist vor allem die Förderung des Verständnisses für Menschen aus dem jeweils anderen Kulturkreis, um das Zusammenleben zu verbessern und Konflikte zu vermeiden, erklärte Bremens Senator für Inneres, Kultur und Sport, Dr. Kuno Böse. „Türkischstämmige Bürger bilden in Deutschland und besonders auch in Bremen einen hohen Bevölkerungsanteil. Umgekehrt steigt in der Türkei der Anteil Deutscher, die sich nicht nur zu Urlaubszwecken in dem Land aufhalten, stetig an,“ so der Senator weiter. „Das Wissen um kulturell bedingte Verhaltensweisen ist insbesondere für die polizeiliche Arbeit von großer Bedeutung!“ Angesprochen werden sollen Beamte aus allen polizeilichen Aufgabenbereichen. Im Mai werden zwei Bremer Polizeibeamte nach Izmir reisen, um dort einen Monat lang die Arbeit der Kollegen in Izmir kennenzulernen.

Die beiden Besuche in diesem Jahr sind Pilotprojekte für einen möglichen zukünftigen Austausch von Polizeibeamten aus Izmir und Bremen. Grundlage hierfür ist eine Vereinbarung, die die Polizeipräsidenten beider Städte - Herr Tartas aus Izmir und Prof. Eckard Mordhorst – Ende des vergangenen Jahres unterschrieben haben. Nach der Pilotphase werden die Erfahrungen ausgewertet und über die Fortsetzung der Kooperation mit den türkischen Behörden verhandelt. „Für eine konkrete Vereinbarung ist eine Abstimmung mit dem türkischen Innenministerium in Ankara, dem die Polizei unterstellt ist, erforderlich. Die Städtepartnerschaft zwischen Bremen und Izmir kann hier zum Vorreiter und Motor für den deutsch-türkischen Polizeiaustausch werden,“ erklärte Innensenator Dr. Böse.

Die Polizeikooperation zwischen Bremen und Izmir geht auf eine Initiative des früheren Innensenators Dr. Schulte zurück. Die Landeszentrale für politische Bildung konzipierte daraufhin eine einwöchige Studienreise für Bremer Polizeibeamte nach Izmir. Sechzehn Bremer Polizeibeamte besuchten im Mai 2001 Kollegen und Kolleginnen in Bremens Partnerstadt Izmir. Aus diesem Besuch entwickelte sich ein intensiver Kontakt und der heute begonnene Austausch.