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Der Senator für Inneres

"Es reicht, Herr Böhrnsen. Kehren Sie zur Sachlichkeit zurück!"

31.01.2003

Der Senator für Inneres, Kultur und Sport teilt mit:

„Ohne Kenntnis in der Sache gefällt sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Böhrnsen in den vergangenen Tagen wiederholt in der Rolle, die Führung des Kulturressorts mit pauschalen Anwürfen über die Medien anzugreifen,“ stellt der Senator für Inneres, Kultur und Sport, Dr. Kuno Böse, in einer heutigen Erklärung fest. „Der Abgeordnete Böhrnsen geriert sich wie ein Oppositionsführer. Dazu kann ich nur sagen: Es reicht, Herr Böhrnsen. Kehren Sie zur Sachlichkeit zurück!“ Das von ihm verwandte Handwerkszeug – Unterstellungen und persönliche Angriffe auf der Basis ungeprüfter Informationen – lassen nur den Schluss zu, dass Böhrnsen die gute Arbeit eines Senators innerhalb der Großen Koalition in Bremen gezielt unterminieren wolle.

„Es ist nun schon das dritte Mal innerhalb weniger Tage, dass sich der Abgeordnete Böhrnsen zu kulturpolitischen Fachthemen öffentlich äußert, ohne sich vorher einmal bei mir sachkundig zu machen oder nach meiner Sichtweise zu fragen - wie es in einer ansonsten gut funktionierenden Koalition üblich seien sollte - “, erinnert Dr. Böse, „dies betrifft den Vertrag mit dem Theaterintendanten, fest gebundene Haushaltsmittel oder jetzt etwas diffus die Arbeit der Ressortspitze. Dass Böhrnsen Kritik übt, werfe ich ihm ja gar nicht vor, sondern wie er es tut und auf welcher Informationsbasis er steht.“

Wenn es Herrn Böhrnsen wirklich um die Sache ginge, hätte er als Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft alle Möglichkeiten, die von ihm propagierte „Aufklärung“ zu betreiben. Als zuständiger Senator stehe ich jedenfalls den Parlamentariern in den jeweiligen Gremien stets zur Verfügung,“ betonte der Senator.

Dr. Böse appellierte an den Vorsitzenden der SPD-Bürgerschaftsfraktion, wegen vermeintlicher tagespolitischer Vorteile dem sensiblen Bereich der Kultur in Bremen nicht zu schaden.