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Der Senator für Inneres

Innensenator Dr. Kuno Böse fordert flexible Arbeitszeitmodelle für die öffentliche Verwaltung

26.11.2002

Bedarfsorientierter Umgang mit der wertvollen Ressource Arbeit
- Vortrag beim „Schöneberger Forum in Berlin“

Bei einem Vortrag anläßlich des „5. Schöneberger Forums“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Berlin forderte der Bremer Innensenator und derzeitige Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Dr. Kuno Böse, heute (26. November 2002) neue flexible Arbeitszeitmodelle für die Verwaltung. „Die gegenwärtigen Arbeitszeitregelungen in der öffentlichen Verwaltung verhindern in vielen Bereichen eine effektive und effiziente Aufgabenwahrnehmung. Für den Wechsel zur dienstleistungsorientierten, modernen und bürgerfreundlichen Verwaltung sind neue, flexible Arbeitszeitmodelle erforderlich. Hierzu muss auch das geltende Dienstrecht reformiert werden,“ so Dr. Böse.

Die herkömmlichen Arbeitszeitmodelle seien vorrangig auf die Präsenz sämtlicher Mitarbeiter zu bestimmten Zeiten gerichtet. Sie orientieren sich dadurch weder an dem tatsächlichen Arbeitsanfall noch an der individuellen Leistungsfähigkeit des einzelnen Mitarbeiters.

Unter einem flexiblen Arbeitszeitmodell versteht Dr. Böse ein System, bei dem die Beschäftigten dann zur Arbeit erscheinen, wenn viel zu tun ist, länger bleiben, wenn sich die Arbeit staut aber auch zu Hause bleiben, wenn weniger anliegt. „Dies kann unter anderem durch die Einrichtung von sogenannten Funktionszeiten erreicht werden. Die Arbeitszeit wird dabei für jede Funktion, jeden Arbeitsbereich einzeln festgelegt und nicht wie bisher üblich ämterspezifisch,“ erklärte Dr. Böse. Notwendig sei darüber hinaus auch ein Aufbrechen der vorhandenen Kernarbeitszeit- und Gleitzeitregelungen. Nur so sind verlängerte und veränderte Öffnungszeiten, beispielsweise am Wochenende, möglich. Mit Hilfe eines professionellen und verbindlichen Terminmanagements soll der Einsatz der Mitarbeiter wirksam gesteuert werden. Als Beispiel aus der Praxis führte der Bremer Innensenator bei seinem Vortrag in der Bundeshauptstadt das Pilotvorhaben BürgerServiceCenter Bremen-Mitte an: Ab Mitte Dezember bekommen die Bremerinnen und Bremer hier verschiedene, an den Lebenslagen der Bürger orientierte Verwaltungs-Dienstleitungen „aus einer Hand an einem Ort.“ In einer Vereinbarung mit den Personalräten habe die Hansestadt auch Öffnungszeiten am Samstag erreicht.


„Mit einem flexiblen Arbeitszeitmodell kann die wertvolle Ressource Arbeit effizienter eingesetzt werden und die Arbeit der Verwaltung konsequent auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtet werden,“ betonte Dr. Böse abschließend.