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Der Senator für Inneres

Verbraucherpreise im September um 1 Prozent zum Vorjahr gestiegen

16.10.2002

Das Statistische Landesamt Bremen teilt mit:

Für Gemüse musste in Bremen 12,5 Prozent gegenüber August 2002 mehr bezahlt werden


Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland im September 2002 gegenüber September 2001 um 1,0 % gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat ging der Index um 0,1 % zurück. Im Juli 2002 hatte die Jahresteuerungsrate ebenfalls 1,0 % betragen, im August 2002 lag sie bei 1,1 %.


Wie bereits im August 2002 wirkten Heizöl und Kraftstoffe nicht mehr preisdämpfend: Auch ohne Einrechnung der Mineralölerzeugnisse hätte die Inflationsrate 1,0 % betragen. Die Preisentwicklung dieser Produkte verlief jedoch sehr unterschiedlich. So war leichtes Heizöl im September 2002 wesentlich günstiger als vor Jahresfrist (- 12,4 %), im Gegensatz dazu verteuerten sich die Kartoffeln um 4,4 %. Im Vergleich zum Vormonat stiegen sowohl die Preise für leichtes Heizöl (+ 6,4 %), als auch die Kraftstoffpreise (+ 1,5 %).


Die Preise für Nahrungsmittel waren weiterhin rückläufig: Die Teuerungsrate sank im Jahresvergleich um 0,5 %, im Vormonatsvergleich um 0,2 % (August 2002: - 0,8 % gegenüber Juli 2002). Unter anderen waren die Preise für Obst (- 3,5 %) und Gemüse (- 2,3 %) niedriger als im September 2001. Dagegen verteuerten sich Fische und Fischwaren (+ 3,7 % im Vorjahresvergleich) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+ 2,1 %).


Saisonal bedingt sanken im Vergleich zum Vormonat die Preise für Pauschalreisen (- 4,0 %) und Personenbeförderung im Luftverkehr (- 6,9 %) sowie für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (- 2,2 %). Die Jahresteuerungsraten lagen bei 3,9 %, 6,4 % sowie bei 3,6 %.


Ausgesprochen verbraucherfreundlich im Vergleich zum Vorjahr ist weiterhin die Preisentwicklung für Informationsverarbeitungsgeräte (- 20,3 %), z.B. Personalcomputer (- 21,3 %) und Tintenstrahlfarbdrucker (- 22,1 %). Im Vormonatsvergleich ergab sich ein Minus von 2,2 %.


Für das frühere Bundesgebiet ergab sich im September 2002 im Vergleich zum September 2001 eine Preissteigerungsrate von 1,1 %. Im Vergleich zum August 2002 verringerte sich der Index um 0,1 %. Für die neuen Länder und Berlin-Ost lag die Teuerungsrate gegenüber September 2001 bei 0,7 %. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,1 %. Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im September 2002 gegenüber September 2001 um 1,0 % gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat ergab sich keine Änderung.


Entgegen dem Deutschlandergebnis mußte in der Stadt Bremen im September 2002 für Gemüse 12,5 % gegenüber August 2002 mehr bezahlt werden. Bedingt durch die hohen Niederschlagsmengen im Sommer und der daraus resultierende schwächere Ernteertrag, sind die Kartoffelpreise nach August (+ 4,4 %) nochmals um 3,6 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Einen weiteren Preisanstieg gab es auch beim Heizöl (+ 8,0 %). Weitere Informationen können aus dem Statistischen Bericht „Verbraucherpreise in der Stadt Bremen“ entnommen werden.


Hinweis für Redaktionen:
Für zusätzliche Informationen wenden Sie sich bitte im Statistischen Landesamt Bremen an: Peter Hohmann, Tel. 361 2807.