Sie sind hier:
  • Pressemitteilungen
  • Archiv
  • Pressemitteilung mit Foto Kultursenator Kuno Böse: "Die Zeichen stehen gut für die Aufnahme des Rathauses und des Rolands in die UNESCO-Welterbeliste"

Der Senator für Inneres

Pressemitteilung mit Foto Kultursenator Kuno Böse: "Die Zeichen stehen gut für die Aufnahme des Rathauses und des Rolands in die UNESCO-Welterbeliste"

23.08.2002

Besuch des ICOMOS-Gutachters in Bremen – Entscheidung fällt im Sommer 2003

Auf Besichtigungstour in Bremen war in den vergangenen Tagen Werner Desimpelaere, ein Gutachter des „International Council on Monuments and Sites“ (ICOMOS).

Im Mittelpunkt seines Interesses standen das Rathaus und der Roland, für die der Senat im Dezember vergangenen Jahres die Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO beantragt hatte. Bis Ende des Jahres wird der aus Belgien angereiste Gutachter und Denkmalexperte die Eindrücke seiner viertägigen Visite in Bremen bei ICOMOS einreichen, die Desimpelaeres Empfehlung wiederum an die UNESCO weiterleitet.

Diese entscheidet dann während der 27. Vollversammlung im kommenden Sommer (30.6. – 5.7.2003) in Susow in China, ob Bremens Antrag entsprochen wird.


Die Zeichen stehen gut. „Die Gespräche mit dem Gutachter sind aus unserer Sicht sehr positiv verlaufen“, berichtet Dr. Kuno Böse, Senator für Inneres, Kultur und Sport. Während seines Aufenthaltes in der Hansestadt besuchte Werner Desimpelaere neben Rathaus und Roland auch die Böttcherstraße, das Schnoor-Viertel, die Johannis- und Martinikirche und die Stadtwaage. Ebenfalls auf dem Programm standen der Dom, das Haus der Bürgerschaft, die Häuser am Markt, die Kirche Unser Lieben Frauen, der Schütting und die Kunsthalle. „Der Gutachter zeigte sich sehr interessiert an den denkmalgeschützten Gebäuden rund um den Marktplatz und deren historischen Bezüge zueinander“, so Dr. Böse.


Besonderes Augenmerk legte Desimpelaere natürlich auf das Rathaus, wo er mit Bürgermeister Henning Scherf zusammentraf und sich auch über die laufende Sanierung an der Südfassade informierte. „Wir haben ein angeregtes und sehr ausgeschlossenes Gespräch über das Bremer Rathaus als Zentrum der ältesten Stadtrepublik Europas geführt, über den für Bremen seit Jahrhunderten typischen Bürgersinn und die große Tradition des zivilgesellschaftlichen Engagements in unserer Stadt“, berichtet Bürgermeister Henning Scherf im Anschluss an das Gespräch.


„Das wichtigste Kriterium für die UNESCO ist die Authentizität, und ich glaube, die ist bei der Besichtigung sehr deutlich geworden“, zeigt sich der Kultursenator zuversichtlich, dass Bremens historische Regierungszentrale bald zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. „Wir sind sehr optimistisch“, so Kultursenator Dr. Böse.




Denkmalschutz-Gutachter Werner Desimpelaere (2.v.r.) im Gespräch mit Kultursenator Dr. Kuno Böse und Staatsrätin Elisabeth Motschmann. Den ICOMOS-Gutachter begleiteten (v.l.) Landeskonservator Dr. Georg Skalecki, dessen Amtsvorgänger Dr. Hans-Christoph Hoffmann, Almuth Blome und Projektleiter Prof. Hans-Joachim Manske von der Kulturbehörde sowie Dr. Konrad Elmshäuser vom Staatsarchiv Bremen.





Der Präsident des Senats, Bürgermeister Henning Scherf empfängt ICOMOS-Gutachter Werner Desimpelaere in seinem Arbeitszimmer im Bremer Rathaus.





Dr. Konrad Elmshäuser vom Bremer Staatsarchiv, Kornelia Buhr (Senatskanzlei), Dr. Georg Skalecki und ICOMOS-Gutachter Werner Desimpelaere in der Oberen Halle des Bremer Rathauses vor dem Wandgemälde „Das Salomonische Urteil“ (von links nach rechts).