Sie sind hier:

Der Senator für Inneres

Trend wachsender Einwohnerzahlen in der Hansestadt verstetigt sich

23.07.2002

Senator Kuno Böse: Standortvorteile pflegen zahlt sich aus - Neue Ausgabe von „Bremen in Zahlen“ erschienen

Der Trend wachsender Einwohnerzahlen scheint sich zu verstetigen. Darauf hat Bremens Senator für Inneres, Kultur und Sport, Dr. Kuno Böse, bei der Herausgabe der neuen Broschüre „Bremen in Zahlen 2001“ des Statistischen Landesamtes hingewiesen.

Die Einwohnerentwicklung hat im Jahr 2001 allein aufgrund der Wanderungsbilanz in der Stadt Bremen einen erheblichen Schub erfahren (+ 2.660). Durch den negativen Saldo in der Bilanz der natürlichen Bevölkerungsbewegung im Lande (- 1.560) und dem Wanderungsverlust Bremerhavens (- 1.150) wurde dieser Zuwachs jedoch wieder aufgezehrt. Insgesamt zogen im Lande Bremen rd. 28.750 Einwohner im Jahr 2001 zu, während für 27.240 der Möbelwagen aus Bremen bzw. Bremerhaven in ein anderes Bundesland bzw. über die Bundesgrenzen (knapp 5.000) rollte.

„Es zahlt sich also aus, wenn wir unsere Standortvorteile pflegen“, so Senator Dr. Böse. „Bremen ist für Neubürger offenbar attraktiver denn je“, so Kuno Böse, „was mich als Senator für Inneres, Kultur und Sport besonders freut. Viele Bürger orientieren sich bei der Wohnortsuche an der öffentlichen Infrastruktur; attraktive Bäder und Sportanlagen, breite Kulturangebote und Polizeipräsenz sind ohne Zweifel wichtige Standortfaktoren für die Menschen.“ Es gehöre weiterhin zur erklärten Strategie des Bremer Senats, Neubürger zu gewinnen und die hier lebenden Einwohner in der Stadt zu halten.

Bremen in Zahlen – Neue Broschüre des Statistischen Landesamtes erschienen

Das Statistische Landesamt Bremen hat – wie jeden Sommer – jetzt wieder seine traditionelle Informationsbroschüre „Bremen in Zahlen“, Ausgabe 2002, vorgelegt. In übersichtlichen Grafiken und Tabellen werden darin die wesentlichen demografischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Eckdaten über das kleinste Bundesland dargeboten. Das handliche Heft umfasst 22 Kapitel auf 52 Seiten mit neuesten Informationen über die beiden Städte Bremen und Bremerhaven sowie über das Land insgesamt. Den Auftakt machen die mit dem Staatsarchiv Bremen bzw. dem Stadtarchiv Bremerhaven abgestimmten Tafeln zur historischen Entwicklung der beiden Städte. Es folgen geografisch-topografische Angaben sowie solche über die Bevölkerung einschließlich der Komponenten ihrer Entwicklung. Es wird u.a. auch über Wahlverhalten, das Gesundheits- und Bildungswesen, über Kultur und Freizeit sowie Rechtspflege und die wirtschaftliche Entwicklung in den verschiedenen Branchen berichtet. Daten über die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts schließen diesen Teil ab.

Städte- und Ländervergleiche geben schließlich die Möglichkeit der Einordnung Bremens auf der Grundlage von nach gleichen Methoden erhobenen Daten.

  • Die gut 660.000 Einwohner des Landes Bremen leben in 356.000 Haushalten. Fast die Hälfte dieser „Wohn- und Lebensgemeinschaften“ (172.000) wird dabei von jeweils einer Person gebildet. Damit bleibt der in Großstädten besonders ausgeprägte Trend zum Alleinleben auch in Bremen und Bremerhaven ungebrochen.
  • 57% dieser Alleinlebenden sind weiblichen Geschlechts (98.000), wovon wiederum knapp die Hälfte älter als 60 Jahre ist.
  • Die in einem ganzseitigen Schaubild dargebotene Altersgliederung (Alterspyramide) macht – für manchen möglicherweise überraschend – anschaulich, dass jüngere Erwachsene zwischen 30 und 35 sowie zwischen 35 und 40 Jahren in den Städten des Landes die am stärksten vertretene Altersgruppe darstellen. Es folgen die 60- bis unter 65-Jährigen als nächstgroße Gruppe.
  • Rund 12 % der Bremerinnen und Bremer besitzen eine andere als die deutsche Staatsbürgerschaft (insgesamt gut 80.000). Die größte Gruppe unter diesen stellen seit etwa Mitte der 60er Jahre mit gegenwärtig etwa 29.700 die Türken, gefolgt von Mitbürgern aus dem ehemaligen Jugoslawien (8.000). Mehr als 10.000 Bewohner im Zweistädtestaat kommen aus einem anderen EU-Land.
  • Die Zahl der Eheschließungen war im vergangenen Jahr mit rd. 3.160 im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht rückläufig (- 100). In der gleichen Zeit wurde 1.800 Ehen geschieden, fast ebensoviele wie 2000. Bezogen auf jeweils 10.000 bestehende Ehen lag die Scheidungsziffer in Bremen nach Berlin (146,1) und Hamburg (130,0) mit 128,7 spürbar höher als im Bundesgebiet (101,3) insgesamt. Dieser Vergleich macht erneut deutlich, dass sich die großstädtische Bevölkerung von jener in kleinstädtischen oder ländlichen Umgebungen unterscheidet.
  • Die Einwohnerentwicklung hätte im Jahr 2001 in der Stadt Bremen allein aufgrund der Wanderungsbilanz einen erheblichen Schub erfahren (+ 2.660). Durch den negativen Saldo in der Bilanz der natürlichen Bevölkerungsbewegung im Lande (- 1.560) und dem Wanderungsverlust Bremerhavens (- 1.150) wurde dieser Zuwachs jedoch wieder aufgezehrt. Insgesamt zogen im Lande Bremen rd. 28.750 Einwohner im Jahr 2001 zu, während für 27.240 der Möbelwagen aus Bremen bzw. Bremerhaven in ein anderes Bundesland bzw. über die Bundesgrenzen (knapp 5.000) rollte.
  • An den Schulen der allgemeinen Ausbildung wurden 2001 insgesamt 73.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, an jenen der beruflichen Aus- und Fortbildung waren es fast 26.000.
  • Die seit etwa 30 Jahren ständig wachsende Bedeutung Bremens als „Wissenschaftsland“ kommt nicht nur in der Aufnahme der Lehr- und Forschungstätigkeit an der International University Bremen zum Ausdruck, sondern auch an den zunehmenden Studentenzahlen mit jetzt gut 28.000. Vor rund 30 Jahren waren dies nur knapp 3.670.
  • Mit 11 Mrd. Euro Auslandsumsatz des Verarbeitenden Gewerbes von insgesamt 20,8 Mrd. Euro setzt die hiesige Industrie mehr als die Hälfte der hier erstellten Produkte in andere Länder ab. Damit bildet Bremen im Ländervergleich die am stärksten auf Auslandsmärkte ausgerichtete Regionalwirtschaft in Deutschland, ist aber selbstverständlich andererseits auch am stärksten von außenwirtschaftlichen Entwicklungen abhängig.
  • Die abschließende Länderübersicht macht deutlich, dass in bremischen Betrieben vergleichsweise hohe Löhne und Gehälter gezahlt werden. So erhalten Angestellte im Produzierenden Gewerbe sowie im Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe mit 6.275 DM (im Jahr 2001) mit die höchsten Bruttomonatsgehälter im Ländervergleich, die Bruttostundenlöhne der Arbeiter des Produzierenden Gewerbes waren mit 31,04 DM nach Hamburg die zweithöchsten. Im Bundesdurchschnitt wurden hingegen 5.894 DM an Angestellte und 27,35 DM an Arbeiter gezahlt.

„Bremen in Zahlen 2002“ ist als Broschüre oder als CD-ROM zum Preis von jeweils 2,50 € erhältlich.

Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel-Nr. (0421) 361 – 6070, Fax-Nr. (0421) 361 – 6168.