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Der Senator für Inneres

Mitglieder der Kulturdeputation reisen nach Glasgow

30.04.2002

Deputierte und Senator informieren sich über das Projekt Kulturhauptstadt Europas

Die Deputation für Kultur startet am kommenden Montag (6. Mai) zu einem fünftägigen Arbeitsbesuch in die schottische Stadt Glasgow. Vor dem Hintergrund der geplanten Bewerbung Bremens als Kulturhauptstadt Europas 2010 wartet auf die Delegation – mit Kultursenator Dr. Kuno Böse, Staatsrätin Elisabeth Motschmann und 13 Bürgerschaftsabgeordneten und Kulturdeputierten – ein umfangreiches Informations- und Gesprächsprogramm.

Die Reise der Deputation dient dazu, Informationen über die erfolgreiche Bewerbung Glasgows als europäische Kulturmetropole zu erhalten und daraus eine Einschätzung für die Erfolgsaussichten einer bremischen Bewerbung abzuleiten. Es sollen auch die Möglichkeiten einer beratenden Unterstützung durch Glasgow für den Fall einer bremischen Bewerbung recherchiert werden.

Die Kulturdeputation beschloss die Informationsreise nach Schottland, da Glasgow nicht nur Kulturhauptstadt Europas 1990 war, sondern zudem Parallelen in der Wirtschaftsstruktur mit Bremen aufweist.

Im Jahre 2010 ist die Bundesrepublik Deutschland berechtigt zur Durchführung des Programms „Kulturhauptstadt Europa“. Das Europäische Parlament wählt seit 1985 jährlich Städte in Europa zur Durchführung internationaler Kulturprogramme unter diesem Namen aus. Zu diesem Zweck ist für das Jahr 2010 ein innerstaatliches Verfahren für den Vorschlag und die Benennung einer bundesdeutschen Stadt vereinbart worden. Dieses Verfahren sieht die Möglichkeit des Vorschlags durch die 16 Bundesländer bis zum Frühjahr 2004 beim Auswärtigen Amt sowie dem Bundesrat vor. Eine endgültige Entscheidung durch die Gremien des Europäischen Parlaments (ERP) findet bis zum Anfang des Jahres 2005 statt.

Auf Antrag aller Fraktionen der Bremischen Bürgerschaft hat der Senat den Senator für Inneres, Kultur und Sport um eine vorbereitende Prüfung einer möglichen Anmeldung der Stadt Bremen gebeten. Für die Prüfung einer Anmeldung hatte der Senator für Inneres, Kultur und Sport Anfang 2001 eine ressortübergreifende Steuerungsgruppe „Kulturhauptstadt“ einberufen. Seitdem hat sich die Steuerungsgruppe ausführlich mit den Anforderungen des Programms auseinandergesetzt – unter anderem auch mit den Erfahrungen aus Kulturhauptstädten in den Jahren1985 bis 1995, hier insbesondere Glasgow.

„Eine Bewerbung Bremens ist eine außerordentliche Gelegenheit zur Präsentation des beachtlichen kulturellen Erbes unserer Stadt, der bestehenden kulturellen Vielfalt des städtischen Kulturlebens, der enormen Anstrengungen zur Sanierung und Modernisierung im Rahmen einer wirtschaftlich zukunftsorientierten, europäischen Stadtentwicklung“., erklärte Senator Dr. Böse. Insbesondere das Beispiel Glasgows zeige, dass eine behutsame, ernsthafte und auf lange Wirkungen bedachte Kulturhauptstadtbewerbung die erwarteten nachhaltigen Effekte noch Jahre nach Durchführung des Programms für alle gesellschaftlichen Bereiche des städtischen Lebens haben kann.


Hinweis für Redaktionen:

Für nähere Informationen über die Reise der Kulturdeputation und die vorbereitende und/oder begleitende Berichterstattung durch die Medien steht Ihnen der Pressesprecher beim Senator für Inneres, Kultur und Sport, Markus Beyer, zur Verfügung. Telefon 0421-361-9002.


Anlage: Auszug aus dem Programm


Schwerpunkte der Deputationsreise nach Glasgow (Auszug aus dem Programm):


6. Mai 2002:

- Nach der Ankunft (14:40 Uhr) Stadtbesichtigung

- Abends Vortrag: Überblick über die Entstehung der „Europäischen Kulturhauptstadt“ am Beispiel Glasgow.


7. Mai 2002:

Bei einem Empfang beim Oberbürgermeister der Stadt Glasgow wird Frau Liz Cameron vom Amt für Kultur, Jugend, Sport und Soziales, einen Vortrag über die Entwicklung von Stadt und Wirtschaft sowie einen Überblick über die kulturelle Konzeption der Stadt Glasgow halten.


8. Mai 2002:

- Soziale und Kommunale Aspekte der „Europäischen Kulturhauptstadt“

- Kulturentwicklung für hochwertige Kulturangebote der Stadt

- Revitalisierung, Attraktivitätssteigerung: Hafen und Kulturquartiere

- Besuch und Gespräche mit verschiedenen Kultureinrichtungen

- Gespräch im CCA und Tramway


9. Mai 2002:

Besuch der Delegation auf Einladung des Generalkonsulats der Bundesrepublik Deutschland in Edinburgh:

- Vortrag: Schottland und die Devolution

- Die Schottische Regierung und die lokalen Behörden nach der Devolution

- Kulturpolitik in Schottland heute

- Empfang und ein Gespräch im Parlament über die Bewerbung Glasgows 1990 als Kulturhauptstadt (geplant)

- Informationsgespräch mit den Mitgliedern des Festivalkomitees Edinburgh


10. Mai 2002:

Ab 9:00 Uhr findet ein Seminar statt, mit einer ständigen Arbeitsgruppe zur Unterstützung Bremens für die Bewerbung als Kulturhauptstadt.