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Der Senator für Inneres

Sportsenator Kuno Böse: Mit Investitionen Bremens Bäderlandschaft erhalten

27.11.2001

Aus der heutigen Senatssitzung (27.11.2001): Senat bringt Bäderkonzept auf den Weg

Der Senat hat heute ein neues Bäderkonzept auf den Weg gebracht. Es sieht den Erhalt aller derzeitigen Standorte öffentlicher Frei- und Hallenbäder in der Hansestadt vor. Konkret bedeutet das u.a.: Schlossparkbad, Heidbergbad und Hallenbad Tenever bleiben für das Publikum geöffnet. Außerdem beinhaltet das Bäderkonzept des Senators für Inneres, Kultur und Sport Investitionen nach einer Prioritätenliste, um die konsumtiven Zuschussbedarfe für die Bremer Bäder reduzieren zu können. Die Priorität der Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen folgt der Reihenfolge Hallenbäder, Kombibäder, Freibäder.

Hierzu stehen, vorbehaltlich der Zustimmung der parlamentarischen Gremien, in den kommenden Jahren insgesamt neun Millionen Euro aus dem Sondervermögen Liegenschaften zur Verfügung. Mit diesen Mitteln sollen die Grundinvestitionen getätigt werden. Um Bremens öffentliche Bäder aber dauerhaft attraktiv für viele Besuchergruppen halten zu können, sind weitere Maßnahmen in Höhe von rund vier Millionen Euro erforderlich, um z.B. den Freizeit-, Sport- und Gesundheitsaspekt der Bäder besser herausstellen zu können. Hierzu sollen Anträge bei der Stiftung Wohnliche Stadt gestellt werden, kündigte Sportsenator Dr. Kuno Böse am Dienstag an.

„Es gehört zur erklärten Strategie des Senats, Neubürger zu gewinnen und die hier lebenden Einwohner in der Stadt zu halten. Viele Bürger orientieren sich bei der Wohnortsuche an der öffentlichen Infrastruktur; attraktive Bäder und Sportanlagen sind ohne Zweifel wichtige Standortfaktoren für die Menschen,“ so Böse. „Und als Innensenator füge ich hinzu, ein gutes Bäderangebot ist auch ein wichtiges Element erfolgreicher Präventionsarbeit für Jugendliche als sinnvolles Freizeit- und Sportangebot.“

Die Mitglieder der Sportdeputation hatten das Bäderkonzept bereits in der Oktober-Sitzung inhaltlich begrüßt und zur Kenntnis genommen.

Die Ziele des neuen Bäderkonzeptes im Überblick

Mit der Vorlage dieses Bäderkonzeptes verbindet der Senator für Inneres, Kultur und Sport folgende Zielsetzungen:

 Sicherung der Bäderstandorte und Bereitstellung einer attraktiven und ausreichend dimensionierten Bäderlandschaft für die bremische Bevölkerung

 Sicherung des Schwimmangebotes für den Schwimm- und Schulsport

 Umwandlung eines Teils der Frei- und Hallenbäder zu zeitgemäßen und attraktiven Kombibädern (Vorteil: ganzjähriger und wetterunabhängiger Betrieb möglich)

 Konsolidierung und Ausbau des hohen Besucheraufkommens von 1,7 Millionen Besuchern pro Jahr in allen Bädern

 Konzentration von Investitionsmitteln auf Bäder mit zentraler Bedeutung durch Prioritätensetzung

 Durch attraktivitätssteigernde Maßnahmen wird die Zielsetzung des Senats, die Einwohnerentwicklung Bremens positiver zu gestalten, unterstützt, zumal im niedersächsischen Umland durch hohe Investitionen attraktive Bäder entstanden sind und weiter entstehen

 Anpassung an die neuen DIN-Vorschriften für die Wasseraufbereitung durch Investitionen in die Badanlagen, um Bäderschließungen wegen nicht zu erbringender Anforderungen zu vermeiden

 Reduzierung des konsumtiven Zuschussbedarfes. Ohne zukunftsweisende Investitionen in die Bäderanlagen Bremens wird das hohe Besucheraufkommen in den nächsten Jahren nicht mehr zu halten sein. Zurückgehende Besucherzahlen in Verbindung mit hohen, weiter steigenden Energie- und Wasserkosten vor allem durch überdimensionierte Wasserflächen in den Freibädern und steigende Instandsetzungsaufwendungen zur Aufrechterhaltung der Betriebe mit der veralteten Technik und schadhaften Bausubstanz werden ohne Investitionen den Bedarf an konsumtiven Zuschüssen für die Bäder in den nächsten Jahren erheblich erhöhen

 Mittelfristige Planungssicherheit für die Bädergesellschaft und das Sportressort