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Der Senator für Inneres

Mittel aus dem Stadtreparaturfonds für Museen, Bürgerhäuser und Bremer Theater

16.11.2001

Die Kulturdeputation hat am Freitag Nachmittag unter der Leitung von Dr. Kuno Böse, Senator für Inneres, Kultur und Sport, getagt. Die Deputierten nahmen dabei mit großer Mehrheit sehr erfreut Kenntnis von den Beschlüssen der Koalitionsfraktionen zum Kulturetat 2002/03. Mit dem erhöhten Eckwert werde der Kulturbereich von den befürchteten Einschnitten verschont. Mit weiteren Sondermitteln könne der Umbauprozess in der Kulturlandschaft vorangetrieben werden, so Dr. Böse. Der Senator dankte erneut den beiden Fraktionsvorsitzenden sowie den haushalts- und kulturpolitischen Sprechern der Großen Koalition für den erreichten Kompromiss. „Die deutliche Schwerpunktsetzung in der Kultur kommt den drängenden gesellschafts- und standortpolitischen Problemen des Landes Bremen entgegen. Kultur ist ein Pfund, mit dem wir bei den Bremern, kulturinteressierten Touristen und potenziellen Neubürgern wuchern müssen,“ so Dr. Böse.

Die Deputation beschloss in ihrer Sitzung Mittel aus dem Stadtreparaturfonds für Instandhaltungen und Modernisierungen in Museen, Bürgerhäuser und dem Bremer Theater in Höhe von insgesamt rund 3,5 Millionen Mark.

Im einzelnen stimmten die Deputierten der Nachbewilligung von drei Millionen Mark für diverse Maßnahmen bei Deckung aus den Mitteln des Stadtreparaturfonds II zu. Darunter

  • Sanierungs-/Instandsetzungsarbeiten im Haus Riensberg: 1.242.000 DM
  • Dachsanierung Haus Mittelsbüren: 243.000 DM
  • Sanierung des Gebäudes der Musikschule, Schleswiger Straße: 598.230 DM
  • Sanierung der Lichtkuppeln im Flachdachbereich des Gemeinschaftszentrums Obervieland: 494.300 DM
  • Sanierung der Heizzentrale im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus: 401.000 DM

Aufgrund des desolaten Zustandes der Bausubstanz des Hauses Riensberg sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Dach, an der Fassade und den Fenstern erforderlich. Des weiteren sind Überholungsanstriche erforderlich und wird die Erneuerung der Toilettenanlage notwendig, heißt es zur Begründung. Auch das Reetdach des Hauses Mittelsbüren weist Schäden auf, die eine Gesamtsanierung erforderlich machen. Zur Substanzerhaltung in der Musikschule sind die Fassadenflächen zu sanieren, die Fenster an der Hinterfront, Traufbleche, Dachrinnen und Fallrohre zu erneuern. Des weiteren sind die Dachflächen beim Fahrradstand zu ersetzen.

Das Flachdach des Gemeinschaftszentrum Obervieland muß neu abgedichtet werden. Beim Brand im Bürgerhaus Mahndorf ist ein Teil des Fußbodens im Saal beschädigt worden und wird im Rahmen der Schadensabwicklung durch die Versicherung ersetzt. Im Zuge dieser Arbeiten sollen die nicht durch den Brand betroffenen Flächen ebenfalls erneuert werden. Der gesamte PVC-Fußbodenbelag ist abgenutzt und es besteht Unfallgefahr.

Sanierungen im Theater am Goetheplatz

Von den insgesamt zur Verfügung stehenden Sanierungsmitteln in Höhe von drei Millionen Mark für das Theater Bremen wurden bisher 2.458.110 DM für Sanierungen wie die Erneuerung der Tonanlage und des Lichtstellwerks im Schauspielhaus, der Hauptvorhangszuganlage und des Orchestergestühls, die Sanierung des Bühnenbodens im Goethe-Theater und im Schauspielhaus, Sanierung eines Lastenaufzuges, diverser Toilettenanlagen und Dusch- und Waschräume sowie des Teppichbodens im Foyer und im Obergeschoss verwendet.

Auf Grund einer Forderung des Gewerbeaufsichtsamtes sollen an drei vorhandenen Lastenaufzügen ohne Kabinenabschlusstüren- im Werkstattgebäude, Bühnenaufzüge im Goethe-Theater und im Schauspielhaus - Sicherungsmaßnahmen in Form von Lichtvorhängen nachgerüstet werden.

Des weiteren wurde festgestellt, dass zur Herstellung der Betriebssicherheit des Theaters hinsichtlich der elektrischen Versorgung es zwingend notwendig ist, die Niederspannungshauptverteilung zu sanieren.

Die Deputation für Kultur stimmte daher der Nachbewilligung von 337.000 DM gegen Deckung bei den Mitteln des Stadtreparaturfonds zu.