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Der Senator für Inneres

Innensenator Kuno Böse legt Grundstein für neue Feuerwache West

17.10.2001

Moderner Neubau entsteht - Katastrophenschutz soll besser ausgestattet werden

Innensenator Dr. Kuno Böse hat am heutigen Mittwoch (17.10) den Grundstein für den Neubau der Feuerwache West gelegt. Die neue Wache, mit deren Bau im Juni 2001 begonnen worden ist, entsteht im Industriepark West an der Ecke zwischen Gottlieb-Daimler-Straße und Adam-Opel-Straße. Sie wird die bisherigen Feuerwachen 5 und 6 ersetzen, die wegen der beengten Verhältnisse und des schlechten Bauzustandes außer Betrieb genommen werden.

Das zweigeschossige Gebäude wird eine Nutzfläche von 3.200 qm haben. Neben drei Diensträumen für den Wachbetrieb sind u. a. auch ein Ruhe- und Sanitärbereich sowie ein Unterrichts-, ein Kantinen- und ein Fitneßraum vorgesehen. Das Gebäude wird mit allen für die Funktionalität einer Feuerwache notwendigen technischen Standards ausgerüstet. Die Wache wird Arbeitsplatz für insgesamt ca. 85 Feuerwehrleute sein. Sie wird sieben Löschfahrzeuge und drei Rettungswagen beherbergen. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf ca. 12,1 Mio. DM. Die Fertigstellung ist für Ende Oktober 2002 geplant.

Innensenator Dr. Kuno Böse sagte bei der heutigen Feierstunde: „Es bestand akuter Handlungsbedarf!“ Er wies darauf hin, daß es bereits Ende der 70er Jahre erste Überlegungen gegeben habe, die Feuerwachen 5 und 6 wegen ihres Zustandes zu ersetzen. Außerdem habe eine im Februar 1998 durchgeführte Strukturuntersuchung der Feuerwehr Bremen ergeben, daß die Standorte dieser Wachen wegen einer Verschiebung der Risikoschwerpunkte nicht mehr dem aktuellen Bedarf entsprechen. „Die jetzige Lösung wird den gefahrenabwehrenden Schutzzielvorgaben sowie den Anforderungen an einen adäquaten Arbeitsplatz für unsere Feuerwehrkräfte voll gerecht “, so Böse. Zudem werde die vom zentralen Stadtgebiet abgesetzte Feuerwache 7 in Bremen Nord besser unterstützt. . Mittel- oder auch langfristig sei man auch für die geplante Weserunterquerung im Bereich Neustädter Hafen gerüstet. „Alles in allem eine zeitgemäße, moderne – aber auch zukunftsweisende Lösung!“, so Böse.

Böse erinnerte an die frühere öffentliche Kritik an den Zuständen in der alten Feuerwache 5. „Die Arbeitsbedingungen waren also alles andere als gut“, so Böse. Um so mehr freue er sich, daß sich nun auch die Arbeitsbedingungen für die Feuerwehrleute verbesserten. An ihre Adresse gerichtet sagte er: „Schließlich befinden Sie sich in der Situation, sehr viel Zeit in diesen Diensträumen zu verbringen. Man könnte fast sagen, Sie leben hier.“

Böse: „Die Zusammenlegung der Feuerwachen 5 und 6 zu einer Feuerwache West war ganz wesentliche Voraussetzung für die Festlegung des Personalbedarfes bei der Feuerwehr Bremen.“ Das definierte Schutzziel (mit 8 Mann in 10 Minuten am Einsatzort) sei nur erreichbar, wenn vom neuen Standort mit entsprechender personeller und technischer Ausstattung das Einsatzgeschehen gesteuert werden kann.

Böse nahm die Grundsteinlegung auch zum Anlaß, auf die Bedeutung von Feuerwehr und Katastrophenschutz nach den tragischen Ereignissen vom 11. September einzugehen:
„Beim Katastrophenschutz muss es dringend Verbesserungen geben – insbesondere im Lichte neuer Bedrohungsszenarien des internationalen Terrorismus.“ Der Bund habe nach dem Ende des Kalten Krieges den Zivilschutz massiv heruntergefahren. Parallel dazu habe auch der Katastrophenschutz in den letzten Jahren von Bund und den Ländern immer geringere Mittelzuweisungen erhalten. Böse: „Es ist Aufgabe der Politik in Bund und Ländern, die Feuerwehr, die Freiwilligen Wehren und die Hilfsorganisationen so auszustatten, dass sie ihre Funktionen erfüllen können.“