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Der Senator für Inneres und Sport

Aus der heutigen Sitzung der Depuation für Sport: Neues Bäderkonzept vorgestellt - Mit Investitionen Bäderlandschaft erhalten

17.10.2001

Der Senator für Inneres, Kultur und Sport, Dr. Kuno Böse, hat heute (17.10.01) der Deputation für Sport das neue Bäderkonzept vorgestellt. Es sieht den Erhalt aller derzeitigen Standorte öffentlicher Frei- und Hallenbäder in der Hansestadt vor; außerdem Investitionen nach einer Prioritätenliste, um die konsumtiven Zuschußbedarfe für die Bremer Bäder reduzieren zu können. Die Priorität der Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen folgt der Reihenfolge Hallenbäder, Kombibäder, Freibäder.

Die Mitglieder der Sportdepuation haben das Bäderkonzept inhaltlich begrüßt und zur Kenntnis genommen. Zudem wird der Senat aufgefordert, ein tragfähiges Finanzierungskonzept vorzulegen.

Sportsenator Dr. Kuno Böse sagte zur Vorlage des neuen Bäderkonzeptes: „Es gehört zur erklärten Strategie des Senats, Neubürger zu gewinnen und die hier lebenden Einwohner in der Stadt zu halten. Viele Bürger orientieren sich bei der Wohnortsuche an der öffentlichen Infrastruktur; attraktive Bäder und Sportanlagen sind ohne Zweifel wichtige Standortfaktoren für die Menschen. Und als Innensenator füge ich hinzu, ein gutes Bäderangebot ist auch ein wichtiges Element erfolgreicher Präventionsarbeit für Jugendliche als sinnvolles Freizeit- und Sportangebot.“

Senator Böse fügte hinzu, es sei ausdrücklicher Wunsch der Koalitionsfraktionen gewesen, dass das Sportressort kein Schließungs- sondern ein Erhaltungskonzept vorlege. Dem trage das neue Bäderkonzept Rechnung. Es werden nun diverse Finanzierungsmöglichkeiten geprüft und Gespräche mit den beteiligten Senatsressorts geführt.

Die Ziele des neuen Bäderkonzeptes im Überblick

Mit der Vorlage dieses Bäderkonzeptes verbindet der Senator für Inneres, Kultur und Sport folgende Zielsetzungen:

  • Sicherung der Bäderstandorte und Bereitstellung einer attraktiven und ausreichend dimensionierten Bäderlandschaft für die bremische Bevölkerung
  • Sicherung des Schwimmangebotes für den Schwimm- und Schulsport
  • Umwandlung eines Teils der Frei- und Hallenbäder zu zeitgemäßen und attraktiven Kombibädern (Vorteil: ganzjähriger und wetterunabhängiger Betrieb möglich)
  • Konsolidierung und Ausbau des hohen Besucheraufkommens von 1,7 Millionen Besuchern pro Jahr in allen Bädern
  • Konzentration von Investitionsmitteln auf Bäder mit zentraler Bedeutung durch Prioritätensetzung
  • Durch attraktivitätssteigernde Maßnahmen wird die Zielsetzung des Senats, die Einwohnerentwicklung Bremens positiver zu gestalten, unterstützt, zumal im niedersächsischen Umland durch hohe Investitionen attraktive Bäder entstanden sind und weiter entstehen
  • Anpassung an die neuen DIN-Vorschriften für die Wasseraufbereitung durch Investitionen in die Badanlagen, um Bäderschließungen wegen nicht zu erbringender Anforderungen zu vermeiden
  • Reduzierung des konsumtiven Zuschussbedarfes. Ohne zukunftsweisende Investitionen in die Bäderanlagen Bremens wird das hohe Besucheraufkommen in den nächsten Jahren nicht mehr zu halten sein. Zurückgehende Besucherzahlen in Verbindung mit hohen, weiter steigenden Energie- und Wasserkosten vor allem durch überdimensionierte Wasserflächen in den Freibädern und steigende Instandsetzungsaufwendungen zur Aufrechterhaltung der Betriebe mit der veralteten Technik und schadhaften Bausubstanz werden ohne Investitionen den Bedarf an konsumtiven Zuschüssen für die Bäder in den nächsten Jahren erheblich erhöhen
  • Mittelfristige Planungssicherheit für die Bädergesellschaft und das Sportressort