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Der Senator für Inneres

In Bremen gab es 1999 11 Fälle von Mord oder Totschlag.

08.06.2000

Innensenator Dr. Bernt Schulte schränkt Meldung des Magazins "Stern" ein:
"Geringe Zahl der Morde und Mordversuche unterliegt Zufallsschwankungen."

"Die Zahl der Morde (einschließlich Totschlag) und Versuche lag 1999 in der Stadtgemeinde Bremen zusammen bei 43. Jede dieser Straftaten ist eine zuviel. Insgesamt aber handelt es sich um eine sehr kleine Zahl. Das Sicherheitsrisiko ist auch in Bezug auf Morde in Bremen nicht größer als in anderen bundesdeutschen Großstädten", betont Innensenator Dr. Bernt Schulte.


Das Magazin "Stern" berichtet, dass Bremen im Jahr 1999 in einem Städtevergleich die meisten Fälle von Mord, Totschlag einschließlich Versuchen je 100.000 Einwohner gehabt habe. Richtig ist, dass es in Bremen 1999 ausweislich der Polizeilichen Kriminalstatistik 43 Fälle gegeben hat, davon 11 Fälle von Mord oder Totschlag sowie 32 Versuche. Die Aufklärungsquote betrug 93%. Diese Zahlen wurden bereits Anfang Mai gemeinsam mit der Polizeilichen Kriminalstatistik 1999 vom Senator für Inneres, Kultur und Sport veröffentlicht.


Bei einer so geringen Zahl von Fällen besteht jedoch ein Statistikproblem: kleinste Veränderungen führen zu großen prozentualen Folgen. Auch in den letzten Jahren gab es in Bremen große Unterschiede: 1993: 59 Fälle, 1994: 41 Fälle, 1995: 33 Fälle, 1996: 34 Fälle, 1997: 45 Fälle, 1998: 33 Fälle, 1999: 43 Fälle.


Innensenator Dr. Bernt Schulte: "Hier handelt es sich um eine typische Statistikfalle. Insgesamt ging die Zahl der Straftaten 1999 auf den niedrigsten Stand seit 1985 zurück. Bremen ist und bleibt sicher."