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Der Senator für Inneres

Kulturressort und Bildungsressort haben sich über Lehrerabordnungen verständigt

28.06.2000

"Wir haben eine Regelung über die abgeordneten Lehrer gefunden, die sachgerecht ist und den Schulen sowie den Kultureinrichtungen entgegenkommt", äußern übereinstimmend Kultursenator Dr. Bernt Schulte und Bildungssenator Willi Lemke. "Damit geben wir den Beteiligten Sicherheit über ihre berufliche Zukunft und den Schulen und Kultureinrichtungen Klarheit über das zur Verfügung stehende Personal."


Nach wie vor arbeiten eine Reihe von Lehrern in kulturellen Einrichtungen. Sie sind vollständig oder teilweise in diese Einrichtungen abgeordnet und organisieren dort u.a. Kulturangebote, kulturpädagogische Aktivitäten und Kooperationen mit Schulen. Wegen der personellen Engpässe in den Schulen sollen diese Abordnungen weitgehend beendet werden, um das schulische Angebot zu sichern. Andererseits aber soll das vielfältige kulturelle Angebot in Bremen erhalten werden, wozu die abgeordneten Lehrer beitragen. Inzwischen haben sich die beiden Ressortchefs auf eine Lösung verständigt.


Danach sollen die in den Jugend- und Schulbibliotheken tätigen Lehrer, die weiterhin vom Bildungsressort bezahlt werden, dort auf der Grundlage eines Vertrages zwischen den Ressorts und der Stadtbibliothek arbeiten. Die Stadtbibliothek verantwortet das Medienangebot, bietet Bücherkisten und Klassensätze an und übernimmt die fachliche Kurzaus- und –fortbildung.


Für die Volkshochschule wurde ein Rückführungsverfahren über fünf Jahre vereinbart, das nach zwei Jahren überprüft wird. Jährlich sollen 20% der abgeordneten Lehrkräfte in die Schule zurückgeführt werden.


Alle anderen Kultureinrichtungen können zunächst mit den abgeordneten Lehrkräften weiterarbeiten. Im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung soll eine Einzelfallprüfung bis spätestens Sommer 2001 erfolgen. Drei abgeordnete Lehrerinnen bleiben in der Kulturverwaltung.