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Der Senator für Inneres

Innensenator schlägt gegen Drogenkriminalität zu

14.07.2000

Asylbewerberwohnheim in Gröpelingen erfolgreich durchsucht – Rauschgift und Bargeld beschlagnahmt – drei Verdächtige festgenommen


"Uns ist ein Schlag gegen die Drogenkriminalität gelungen", berichtet Innensenator Dr. Bernt Schulte. "Wir haben bei der Durchsuchung eines Asylbewerberwohnheim in Gröpelingen durch die Polizei gemeinsam mit dem Zoll insgesamt 450 Gramm Rauschgift beschlagnahmt und drei Personen wegen Rauschgiftbesitzes bzw. illegalem Aufenthalt vorläufig festgenommen. Hiermit ist uns ein großer Schlag gegen das Drogenmilieu in Bremen gelun-gen."

Polizeiliche Ermittlungen hatten ergeben, dass eine Reihe von strafverdächtigen Personen wegen Rauschgiftdelikten ihren Wohnsitz in einem Asylbewerberwohnheim in Gröpelingen haben. Allein seit Januar 2000 wurden dort in ca. 170 Fällen 180 Tatverdächtige ermittelt und zur Anzeige gebracht, darunter 20 Kinder und Jugendliche. Von 57 im Heim gemeldeten Personen aus Westafrika sind der Polizei 43 in Zusammenhang mit Rauschgiftdelikten bekannt. Daraufhin hatte das Amtsgericht Bremen einen Durchsuchungsbefehl ausgestellt, der heute ausgeführt wurde.

Die Ergebnisse der Durchsuchung bestätigen den Verdacht: Neben dem beschlagnahmten Rauschgift wurden auch über 50.000 DM Bargeld beschlagnahmt. Außerdem wird in fünf Fällen wegen des Verdachts auf Sozialleistungsbetrug sowie in weiteren Fällen ermittelt. Insgesamt waren 150 Beamte von Polizei und Zoll an dem Einsatz beteiligt. Innensenator Dr. Bernt Schulte: "Den Beamten von Polizei und Zoll danke ich für ihren Einsatz im Dienst der Bevölkerung."


"Konsequentes Vorgehen gegen Drogenkriminalität ist das einzige Mittel, Drogenmissbrauch weiter einzudämmen. Der Rauschgifthandel ist zu großen Teilen fest in ausländischer Hand. Hier werden wir konsequent gegen jeden Täter vorgehen, auch mit den Mitteln des Ausländergesetzes", betont Innensenator Dr. Bernt Schulte. Der Rauschgiftlagebericht für 1998 weist insgesamt 874 Tatverdächtige ausländischer Herkunft aus. Rund 34% sind türkische Staatsangehörige, über 30% stammen aus Westafrika, insbesondere aus Sierra Leone. Der Anteil der Asylbewerber an den Tatverdächtigen lag bei 46,6%, für Rauschgifthandel und -schmuggel sogar bei 63,6%. In Zusammenhang mit Drogendelikten erfolgten 1998 in der Stadt Bremen 41 Abschiebungen, darunter 20 Asylbewerber.